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Dritter Band.
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Euvier, Naturwissenschaften.

„rothe Rosen, rare Raben" sehr schwell „tothe Tosen, täte Taben"zu sprechen sucht. Vielfältige Erfahrungen haben die Güte diesesMittels bewährt. Es scheint, als ob diuch die schnelle Aussprachemehrerer T die oben erwähnten Sprachwerkzeuge zur Hervorbringungdes Lautes R eingeübt und gleichsam vorbereitet würden.

Der Gebrauch des Feuers in der Medizin ist von Einigen mitEnthusiasmus gerühmt, von Andern mit Abscheu verworfen worden. ^Gondret hat durch seine Versuche gezeigt, daß es in manchen Fällen, ^die allen andern Mitteln Trotz bieten, sehr Vortheilhaft angewendetwird. Er hat durch weißglühendes Eisen, welches er dem Scheitel so istark näherte, daß es nicht nur die allgemeinen Bedeckungen verbrannte,sondern auch die äußeren Theile des Knochens zerstörte, den schwarzen j

Staar, Epilepsie mit Idiotismus und andere chronische Uebel gehoben. !

Die Pariser Akademie ließ diese Versuche durch mehrere Monate prü- !

fcn, und hat darüber die befriedigendsten Resultate erhalten. ^

DaS gelbe Fieber ist eine nicht weniger schreckliche Krankheit, als !

die Pest der Levante. In den Gegenden, wo es wüthet, hat eS oft ^

den vierten, ja sogar den dritten Theil der ganzen Bevölkerung ver- !

nichtet. Lange Zeit auf die heißen Länder beschränkt, scheint es seiteinigen Jahren auch auf Europa übergehen zu wollen. Es hat inden letzten Zeiten viermal in Kadir getobt, und mehr als 25,000Menschen dieser Hafenstadt dem Tode zum Opfer gebracht. Die Re-gierungen haben daher auf Mittel gedacht, diesem Verderben bei unsEinhalt zu thun, und mehrere Aerzte haben sich beeilt, den Tributihrer Erfahrungen und Einsichten öffentlich mitzutheilen. Wir besitzenschon viele, und zwar sehr gute Werke über diese Krankheit, aber wirsind noch nicht zu ganz sicheren Resultaten geführt. Nicht einmal dieHauptfrage ist beantwortet, ob sich dieses Fieber von einem Menschenzu dem anderen fortpflanzt, und ob Sam'tätsmaßrcgeln, denen gegendie orientalische Pest ähnlich, nothwendig sind oder nicht? Erzeugtsich vielleicht diese Krankheit blos durch die Wirkung der Luft undihrer ungesunden Bestandtheile, wo dann Barrieren jeder Art nurnichts vermögende Hindernisse wären? Lud juäice lis est. Wir wis-sen es nicht! Deveze, der das gelbe Fieber in Haiti und in Phi-ladelphia kennen gelernt hat, erklärt sich gegen die Ansteckung. Ersah die Krankheit sporadisch auf den Antillen herrschen, er sah dieangekommenen Fremden lebhaft davon ergriffen werden, ganze von Eu-ropa hinübergeschickte Armeen wegmähcn: aber er sah keinen einzigender bloß durch seinen näheren Umgang mit den Kranket» auch krank