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Dritter Band.
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Cuvier, Naturwissenschaften.

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geworden wäre. Auf den Antillen ist das heiße Klima, in Phila- *delphia die Vereinigung der Hitze mit ren fauligen Ausflüssen derKanäle die Ursache dieser Krankheit. Aber sie erhält und verbreitetsich nur dort, wo diese Ursachen vorhanden sind, und nur diejenigenwerden davon befallen, die sich diesen AnstecknngSherden aussetzen. Die-sen Orten ganz nahe, aber freie und luftige Plätze bleiben von derKrankheit frei. In der Stadt davon Befallene werden auf das freieLand gebracht, und sterben auch oft auf dem freien Lande, weil sie dieUrsache deS Todes mit sich brachten; aber diejenigen, welche sie aufdem Lande pflegen, bleiben von der Krankheit verschont. Sedillothat diese Meinung des DevezeS ebenfalls angenommen, ja sie sogarauch auf den Typhus und auf die Pest selbst ausgedehnt. Audou-art aber erklärt sich für die AnsteckungSkraft dieser Krankheiten, jaer geht sogar so weit, zu behaupten, daß selbst das Wcchselfieber an-ansteckend werden könne. Auch Morcau de JonneS ist für die An-steckung des gelben Fiebers; Girardin aber sucht den Mittelweg ein-zuschlagen, indem er dieses Fieber gewöhnlich als nichtansteckend an-sieht, aber unter bestimmten Einflüssen auch zu den ansteckenden zählt.Bei diesem Zustande wird eS also immer noch nothwendig seyn, öffent-liche Sicherheitsmaßregeln anzuwenden, und die aus Amerika kom-menden Schiffe einer eben so genauen Quarantäne zu unterwer-fen, als die aus der Levante kommenden sich bisher gefallen lassenmußten.

Derselbe Moreau de Jonnes hat auch eine andere Geißelder Menschheit, die Giolers morbus, zum Gegenstände seiner näherenUntersuchung gemacht. Diese Krankheit, die bekanntlich aus Ostindienstammt, wurde zum ersten Male im Jahre 1819 durch eine englischeFregatte von Calcutta nach Jsle de France gebracht, wo sie bin-nen sechs Wochen über sechstausend Neger tödtete. Sie hat sich überganz Hindostan, das mittägige China und über die Philippinen ver-breitet, und in diesen Gegenden ungeheure Verwüstungen angerichtet.Man behauptet, daß das Olivenöl, innerlich mit Aether und Kampfergenommen, bis jetzt das einzige Mittel gegen dieses schreckliche Uebelsey. Nach den Beobachtungen desselben Arztes scheint sich diese Krank-heit, welche bisher nur die östlichen Gegenden verwüstet hat, allmälichEuropa von mehreren Seiten zu nähern. In sieben Jahren (von1817 bis 1823) zog sie von den Molukken nach den Küsten vonSyrien und von Jsle de France bis Astrachan an dem kaspischenMeere, und sie ergriff auf diesem Wege ohne Unterschied jedes Alter,