214
vkllbi, ^lii'öxs äs 6oo§eapki«.
n. s. w. angenommen wurden, aber er setzt nicht hinzu, von welchemersten Meridian er selbst in seinem Werke alle Längen zählt. Mansieht aber im Folgenden, daß er den Pariser Meridian als den erstenannimmt, wodurch also wieder eine neue Art der Zählung eingeführtwird, indem man bisher, wenn man die Längen von Paris in Graden,nicht in Stunden, zählte, dem Pariser Meridian die Länge von 20Graden zu gebe» pflegte.
Von den Schulkarten Frankreichs sagt der Verfasser, eS sey zuwünschen, daß diese zum bloßen Unterricht der Jugend bestimmten Kar-ten mit weniger Eleganz, und daher auch mit geringerem Aufwandeausgestattet werden möchten, eine Klage, die nicht in allen andern Län-dern gut angebracht erscheinen wird, da man sich hier mit größeremRechte über ganz entgegengesetzte Eigenschaften dieser Karten zu be-schweren haben möchte.
Was er Seite 13 über die in demselben Parallelkreise von Eu-ropa gegen Osten hin immer steigende Kälte sagt, scheint nicht befrie-digend zu seyn. Wenn man von Hamburg über Berlin, Mos-kau, Kasan, Tobolsk und TomSk bis Ochotzk reist, so wird diemittlere Temperatur dieser Orte immer geringer, obschon rhre geogra-phischen Breiten nur wenig verschieden sind. Der bloße Name Kam-tschatka oder Awatscha-Bay erregt schon eine Art von Frost, unddoch ist der letzte Ort noch näher am Aequator, als selbst Hamburg.Woher kömmt diese sonderbare Erscheinung? — Der Verfasser willsie bloß aus dem Mangel der südlichen Länder ableiten. Europa,sagt er, hat in seinem Süden das große Afrika mit seinen unüber-sehbaren Sandwüsten, die uns wie ein immer geheizter Ofen, selbstim Winter noch, eine wohlthätige Wärme zuführen. Asien aber hatkeinen solchen Ofen, und die nordöstlichen Länder dieses Welttheilserstrecken sich kaum bis zum vierzigsten Grad der nördlichen Breite.DaS ist allerdings wahr und mag sonach die Kälte, welche in denöstlichen Gegenden Sibiriens herrscht, wenigstens größtentheilS erklä-ren. Aber jene Zunahme der Kälte äußert sich schon selbst in Europaund wird in Warschau wie in Moskau, Kasan und Jrkuzk be-merkt, und die letzten Orte haben Arabien, Persien und Indien inihrem Süden, Länder, die doch auch schon die Stelle sencS Ofens,wenigstens zum Theil, ersetzen könnten. Diese Auflösung des Problemsscheint also nicht die wahre zu seyn, und eö wird vielleicht noch einigeZeit vergehen, bis es ganz enträthselt seyn wird. Man muß eSbedauern, daß zur Zeit Katharina's II., wo so viele deutsche