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Dritter Band.
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Lslbi, Lilanois pollties.

auf 117,880 hcrabkam, obschon sie sich seitdem bis 1832 wieder auf148,460 hob. Eben so zählte Versailles 80,000 im Jahr 1788und nur mehr 28,480 im Jahr 1831. Hamburg wurde in demverhängnisvollen Jahre 1814 auf die Hälfte und Danzig auf einDrittheil seiner früheren Einwohner herabgebracht; doch hinderte dieserUnfall nicht, die Bevölkerung im Jahr 1830 schon wieder größer z« ^sehen, als vor jenem Jahre deö Unglücks. !

Um die Unterschiede zwischen den Angaben der Bevölkerung der ^

einzelnen Städte bei unsern geographischen Schriftstellern kennen zu i

lehren, stellt der Verfasser S. 114 u. f. eine große Anzahl derselben r

zusammen. Obschon er hier nur die vorzüglichsten Schriftsteller aus-- !

nimmt, so trifft man doch nur zu oft Angaben, die zwei-, drei- und i

mehrmal größer sind, als die anderen. Und doch beziehen sich alle !

diese Zahlen nur auf die Städte der oben erwähnten ersten Klasse, ?

deren Bevölkerung aus wirklichen Zahlungen genommen, und daher )

genau seyn soll!

Welche Unterschiede man bei solchen Verhältnissen für die Städteder zweiten Klasse zu erwarten habe, läßt sich nun leicht erachten.

Um nur von einem der vielen Nothbehelfe zu sprechen, die man beidiesen Orten anzuwenden pflegt, so soll hier erwähnt werden, daßman gewöhnlich die Anzahl der Häuser einer Stadt braucht, um ^

daraus die Anzahl der sämmtlichen Einwohner abzuleiten. Aber ^

wie precär und unverläßlich ist diese Methode! Sie setzt nämlich ein j

constanteS Verhältniß der Bewohnerzahl eines Hauses voraus, allein !

dies Verhältniß kann durchaus nicht als constant angenommen werden, ?

da es nicht nur von Land zu Land, von Provinz zu Provinz, sondern ;

selbst von Stadt zu Stadt in derselben Gegend sich zu ändern pflegt.

Zum Beweise stehen hier nur einige Resultate, die Hofmann ausseinen Zählungen in der preußischen Monarchie abgeleitet hat. ImJahre 1820 kamen für Berlin 29 Einwohner auf ein Haus, fürBrcSlau 21, Königsberg 16, Stettin 15, Aachen 12, Danzig 11und Köln 8. Nach andern verläßlichen Zählungen kamen im Jahr1817 für Wien 45 und für Paris uur 27 Einwohner auf ein HauS.

Ein weiteres, von den Geographen schon im vorigen Jahrhun-dert gebrauchtes Mittel, die Einwohnerzahl einer Stadt zu finden,geben die Geburts- oder Sterbelisten derselben. Man soll nämlichdie Einwohnerzahl einer Stadt erhalten, wenn man die Zahl der ineinem Jahre Gebornen mit einer gewissen Zahl (man sagt 30, 24und 22 für große, für kleine Städte und für das Land); oder wenn