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kubnlrenü Lplstolse.
zur Aufheiterung des Geistes, und zum frohen, muntern Sinn, alsozu den ersten Bedingungen eines langen, gesunden und heitern Lebens.— Wie sich dies auch verhalten mag, unser Ruhnken ist ein Belegweiter sür die oben aufgestellte Behauptung. An seinem 76. Ge-burtstage schreibt er an seinen Freund Wyttenbach: LZo vero et sniinaet corpore its viZeo, ut viäesr passe sä esnäem setstsm gusm mstermes, r s. sä smium 86 psrvenire. bieo ulls slis re senem ine üerisenlio, nisi piZritis in literis soribsnäis. — Dieser Abscheu vor demBriefschreiben ist ihm mit so vielen anderen Gelehrten gemein; fastalle sind, wie Horaz sagt, sä tioo neZotium prope insnci, und dochlassen die meisten von ihnen eine solche vim epistotsrnin zurück, daßman kaum begreifen kann, woher sie die Zeit genommen haben, soviele und mit dieser Sorgfalt zu schreiben.
Schade nur, daß auch nicht alle diese Briefe gleich interessantsind, um der Presse übergeben und der Nachwelt aufbewahrt zu wer-den. Dasselbe ist auch mit den gegenwärtigen der Fall. Dem Philo-logen mögen sie ohne Zweifel willkommen seyn, denn sie enthaltengar manche treffliche, meistens kurz hingeworfene Bemerkung; aberdann würden diese Bemerkungen allein auch schon willkommen, undzwcckgemäße AuSzüge aus diesen Briefen hinreichend gewesen seyn,diesem Bedürfnisse entgegen zu kommen. Was sollen wir aber mitden kleinlichen Familiennachrichten, von der Krankheit der Frau, vonder Reise der Tochter, von dem Ankauf eines Törtchens u. dergl.,und waS soll vollends die Nachwelt damit? Wenn eS gemüthliche,geistvolle, den Charakter dcS Verfassers oder der anderen bezeichnendeBriefe wären, so würden sie wenigstens von dieser Seite interessantseyn können, da ausgezeichnete Männer hier auftreten, die näher ken-nen zu lernen immer angenehm und nützlich zugleich ist. Aber die-ses Gepräge tragen die wenigsten der hier gesammelten Briefe, undso reducirt sich am Ende der außer der Philologie liegende Nutzender Herausgabe derselben in der That bloß auf den in der Vorredeangegebenen Vortheil, den sungen Lesern gut latein geschriebene Auf-sätze vor die Augen zu führen. An diesen aber ist kein Mangel, undda nicht bloß auf Diktion, sondern auch auf Inhalt zu sehen gewesenwäre, so hätte man andere, angemessenere Wahlen treffen können. Dieangemessenste Lectüre dieser Art aber wird immer die der altenClassiker selbst seyn, die in unseren Tagen immer mehr und mehrvernachlässigt wird, obschon wir ihrer vielleicht mehr als unsere Vor-gänger bedürfen, um an der Hand dleser großen, kräftigen Muster