Band 
Dritter Band.
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Wlievvell, ^st-ronom^.

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greift. Diese Gesetze erkennen wir bei den Bewegungen der himm-lischen Körper am deutlichsten ausgeprägt, allein sie sind auch auf un-serer Erde und überhaupt überall vorhanden, wenn wir sie gleich nichtimmer so leicht bemerken. Unsere Witterung, der Lauf der Wolken,die Stärkung und Richtung der Winde, sie folgen ohne Zweifel ebenso bestimmten Gesetzen, wie die Bewegungen der Planeten, und selbstdie, unseren Augen noch mehr verborgenen Ursachen, welche die Ver-änderungen der Pflanzen, sa die der Willkür unterworfenen Bewegun-gen der Thiere erzeugen, sind von allgemeinen und bestimmten Re-geln abhängig, die eben so unveränderlich sind, als die Gesetze derSchwere.

Jedes dieser Naturgesetze kann und muß sogar in zwei verschie-denen Beziehungen betrachtet werden, in Beziehung auf seine Formund auf seine Größe. Wenn die Anziehung der Sonne auf dieErde sich nicht wie verkehrt das Quadrat ihrer Entfernung verhielte,so würde dadurch daö Gesetz der allgemeinen Schwere in seiner Formgeändert werden, und dadurch würde eine ganz andere Welt entstehen,als die, in welcher wir setzt leben. Wenn aber auch die Form desGesetzeS dieselbe bliebe,' wenn aber dafür die Größe, die Quantitätdesselben geändert, wenn z. B. die Erde von der Sonne nur mit demzehnten Theile, oder auch, wenn sie zehnmal stärker alü setzt angezo-gen würde, so würde auch dies sehr wesentliche Veränderungen für dieganze Erde herausführen, wie wir weiter unten sehen werden. ESwird also ohne Zweifel sehr interessant seyn, zu untersuchen, ob beisedem Naturgesetze, das zu unserer Kenntniß kömmt, sowohl die beste,uns angemessenste Form, als auch die schicklichste Größe desselbenvon der Natur gewählt worden ist, und diese Untersuchung istder eigentliche Zweck der gegenwärtigen Schrift, aus der dann gleich-sam von selbst der Schluß auf einen höchst weisen Urheber der Naturfolgen soll.

Nun kann ein solches Unternehmen allerdings recht löblich genanntwerden, etwa so, wie man auch den Versuch einer Raupe löblich findendürfte, die, über ihr Kohlblatt hinaus, ihren Blick auf den ganzenGarten oder doch auf den.Theil desselben zu erheben sucht, den sieeben noch übersehen kann, und die dann ihrem Volke aus dem, wassie gesehen hat, beweist, daß der Mann, der diesen Garten angelegthat, eine viel gescheitere Raupe seyn muß, als sie alle zusammengenommen. Wie gesagt, wir wollen sie darum nicht tadeln. — Aberloben können wir sie eben so wenig. Denn wenn dieses Genie von

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