332
MlsrvsU, Metronom;'.
Größe der Kraft zu finden, die wir anwenden wollen, um diesenZweck zu erreichen. Bei dieser berechnenden Uebcrlegung müssen wir,selbst ohne eS zu wollen, auf jene Anziehung der Erde, auf die Größeder Schwere Rücksicht nehmen. Wäre z, B. diese Anziehung der Erdezehnmal kleiner, als sie setzt ist, so würde auch der Druck, den setztirgend eine Last auf seine Unterlage ausübt, ebenfalls zehnmal kleinersehn; ein Steinblock von 100 Zentner würde nur mehr, wie früher10 Zentner drücken, und wenn früher 10 Pferde erfordert wurden,eine Last von der Stelle zu ziehen, so würde setzt schon ein einzigesgenügen.
Alle Pflanzen sangen bekanntlich durch ihre Wurzeln aus derErde einen Saft ein, den sie dann durch alle Zweige und Blätterbis zu ihren höchsten Spitzen treiben. Waö von diesem AufsteigendeS SafteS auch der Haarröhrchenkraft und der inneren Constitutionder Pflanze angehören mag, so wird doch eine gewisse Saug- oderPumpkraft erfordert, diese Flüssigkeit in oft so große Höhen zu brin-gen. Man hat berechnet, daß für einen Baum von 33 Fuß Höheder Druck auf sedcn Quadratzoll in den Durchschnitt der Wurzelfünfzehn Pfunde betragen muß, bloß um den Saft in einer bestimm-ten Höhe zu erhalten. Allein er muß nicht bloß erhalten, sondernbis an den Gipfel herausgezogen werden, um dort als Ersatz für dieimmerwährende Ausdünstung der Blätter zu dienen. HalcS, der darübereigene Untersuchungen angestellt hat, fand z. B., daß der Wcinstockzu der Zeit, wo er am saftreichsten ist, diesen seinen Saft in einerGlasröhre, die man über einem abgeschnittenen Zweige befestigt, bis zueiner Höhe von 21 Fuß hinauftreibt. — Diese Saugkraft der Pflanze istalso zuweilen sehr groß, besonders bei hohen Bäumen, und sie muß cSauch seyn, da sie die Schwere deü SafteS und die Reibungen desselbenin den verschiedenen Kanälen zu überwinden hat. Diese Schwere deSSafteS hängt aber, wie wir gesehen haben, von der Masse der Erdeab. Wäre diese Masse viel größer, als sie srtzt ist, so würden sehrviele Pflanzen ihren Saft nicht mehr bis zu ihren Gipfeln treibenkönnen, sie würden erkranken und sterben. Auf diese Weise stehtdemnach das Aufsteigen der Säfte in den Pflanzen mit derMasse der ganzen Erde und mit der Schwere im innigen Zusammen-hange.
Eine ähnliche zweckmäßige Einrichtung bemerkt man auch bei denGeschlechtSthcilen der Blumen. Auf den männlichen oder auf denStamen sitzen die Antheren mit ihren Staubgefäßen, während der