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Dritter Band.
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VVKkivell, ^stronom^.

stimmte mittlere Größe findet man auch an den Barometern, Ther-mometern, Hygrometern und an allen unseren meteorologischen In-strumenten.

Ueber die Verbreitung der zu unserer Nahrung dienenden Früchteauf der Oberfläche der Erde findet man S. 67 mehrere interessanteNachweisungen. Der Weitzen z. B. wird auf dem alten Continentevon dem nördlichen England bis Thibet, also von der Breite 50"bis 30" gefunden; in weiter nördlichen Gegenden, schon im westlichenSchottland, kömmt er eben so wenig fort, als in Afrika und in demsüdlichen Asien. In der heißen Zone wird weder Weitzen, noch Gerste,noch Hafer getroffen, außer auf höheren Bergen. Der Weinbauwird nur zwischen den Breiten betrieben, deren mittlere Jahrestempe-ratur zwischen 8" und 14" Neaum. ist. Auf beiden Hemisphärennähert sich die zum eigentlichen Nutzen verwendbare Kultur des Wein-stockS dem Aeguator kaum bis zu dem dreißigsten Grade der Breite,außer auf Bergen und in einigen Inseln, wie z. B. in Teneriffa.Der Reisbau wird nicht nördlicher, als Mailand, nahe 45 Grade,gefunden, aber von da an breitet er sich südlich immer mehr auS,und im südlichen Asien wird er überall, wo nur der Boden hinläng-lich bewässert werden kann, im Ueberfluß gefunden. Die Hirse imGegentheil, die selbst in Norddeutschland, wenn gleich schon spärlich,vorkömmt, erstreckt sich über nahe ganz Afrika, wo sie eines der vor-züglichsten Cerealien für die Bewohner dieses Welttheils ist. DieBaumwoüstaude gedeiht in Amerika von dem Aequator bis zu demvierzigsten, in dem alten Continente aber bis zu dem 46. Grade derBreite, wie sie sich denn selbst noch in Astrachan findet. Der Brod-fruchtbaum beginnt auf den Manillen, und geht nur bis zu den Mo-lukken; die Sagopalme findet sich in den Gewürzinseln des südlichenAsiens; die Kohlpalme in den Pelcwinseln zwischen den alten undneuen Philippinen.

Auf ähnliche Bemerkungen gründet bekanntlich Arago einen seinerBeweise, daß die Temperatur auf der Oberfläche der Erde heut zuTage noch nahe dieselbe ist, wie sie vor drei Jahrtausenden gewesen,zur Widerlegung der so oft von anderen aufgestellten Behauptung,daß es seitdem viel kälter auf der Erde geworden sey. AuS denBüchern des alten BundeS erfahren wir, daß in Judäa viel Weingebaut wurde, und daß die daselbst häufig wachsenden Datteln einenvorzüglichen NahrungSzweig der Einwohmr ausmachten. Nun wissenwir a«S der Erfahrung unserer Lage, daß die Datteln nicht nörd-