Band 
Dritter Band.
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VVKervell, ^stronomx.

zu dienen. Zugegeben — aber was hat diese Bemerkung mit einerWiderlegung unseres Satzes zu thun?

Ferner heißt cö, daß nur ein sehr kleiner Theil der Nächtesedeö Monats von dem Monde nicht beleuchtet ist u. f. Allein La-place hat gesagt, daß beinahe die Hälfte dieser Nächte von demMonde nicht beleuchtet ist, und dieß hat unser Verfasser nicht wider-legt, er hat nur diese Hälfte einen sehr kleinen Theil deS Ganzen zunennen beliebt. Dieß sind Fechterkünste, und, wie man sieht, nichtvon den feinsten.

Laplace, fährt er weiter fort, hat den Mond viermal weitervon unS weggerückt, um uns immerfort eben so viel Licht zu geben,als jetzt der Vollmond gibt. Allein, sagt unser Verfasser, in dieserviermal größeren Entfernung würde unser Mond sechzehnmal kleinererscheinen, und also auch mit seinem vollen Lichte uns lange noch nichtdiejenige Beleuchtung geben, die er jetzt im Vollmonde hat. — AlleinLaplace hat ja schon selbst gesagt, daß, zu jenem Zwecke, der Mondauch so viel größer seyn müßte. Die Hand, welche ihn so vielweiter von der Erde rückt, wird ihn auch so viel größer mache»können, und beides, sagte schon Laplace, müßte geschehen seyn,wenn jene Behauptung, daß der Mond nur wegen unö da sey, richtigseyn soll. Allein unser Verfasser fand für gut, dort, in seiner Cita-tion, diesen Zusatz, von der Vergrößerung des Mondes, wegzulassen,weil er sie hier, in seiner sogenannten Widerlegung, als Waffe gegenseinen Feind brauchen will. Das ist unredlich.

Ferner wird diese Einrichtung, die Laplace vorschlägt, keineStabilität haben, „wie wir glauben," setzt er hinzu. Allein hierist nicht vom Glauben, sondern von Beweisen die Rede, mit welchendie auf Rechnung gestützte Behauptung des Gegners widerlegt werdensoll. Und diese ebenfalls auf Rechnung gestützten Beweise ist uns derVerfasser schuldig geblieben.

Endlich schließt er seine Replik mit den Worten: „Warum wirnicht mehr Mondlicht haben, als wir in der That jetzt haben, sollteein gescheidter Mann, ein Philosoph gar nicht fragen. ES ist ebenso, als wenn man fragen wollte, warum ist der Mond nicht zehnmalgrößer, oder warum ist die Pupille unseres Auges nicht zehnmalweiter u. dgl. Wenn wir auf solche Fragen keine Antwort wisse«,so kann doch daraus, meint er, noch nicht folgen, daß der Mondnicht zum Beleuchten der Erde, oder daß das Auge nicht zum Sehen,sondern daß beide, der Himmel weiß, zu welchem anderen Zwecke,