VVIiervell, ^stronom^.
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da seyn sollen." — Welche Inversion, welche Verkehrtheit! Und dasbloß, um einem Manne, der ihm nichts gethan hat, einen Fehleraufzuheften, den er nicht hat, und ein Verbrechen anzudichten, aufdas er nie gedacht hat, und auch wohl nie denken konnte. In derThat wird man in allen seinen Werken keine Stelle finden, welchedas, was ihm unser Verfasser Schuld gibt, so bestimmt ausdrückte,daß man nicht weiter daran zweifeln, daß man ihm ohne Lieblosigkeitnicht eine edlere^ höhere Meinung beilegen könnte. Als einer dergrößten Geometer, der vielleicht je gelebt hat, sucht er alles aufseine ersten Gründe zurückzuführen, auf solche allgemeine Naturgesetze,die sich der Kraft seiner mathematischen Analyse unterwerfen lassen —aber diese Gesetze selbst und der Stoff, auf welchen sie wirken, welchensie beherrschen sollen, will und muß auch Er als ein Höheres, alsdie Emanation eines Wesens betrachten, das außer und über diesemStosse, und so weit von ihm und von uns allen entfernt ist, daß cSnicht mehr Gegenstand unserer Berechnung und Untersuchung, sondernnur unseres ehrfurchtsvollen Schweigens und unseres innigen Glaubensseyn kann. Wenn nun ein Mann, wie Laplace, über solche, auchihm unaussprechliche Dinge dieses ehrfurchtsvolle Schweigen beobachtet,und wenn er von seiner Erkenntniß der uns umgebenden sichtbarenNatur nur eben so viel mittheilt, als davon zu seiner Kunde gekom-men ist, wer wird ihm dieß verargen, oder gar daraus den Schlußziehen wollen, daß er sogleich frech läugnen müsse, weil er durch seinStillschweigen nur nicht zu begreifen gestehen will? — Ueberhauptsollte man mit Vorwürfen dieser Art nicht so freigebig seyn, alsmanche, aus scheinbar frommen Absichten, schon oft genug, gewesensind. Lykurg, vielleicht der strengste Lsgothet der alten und neuenZeiten, der die geringsten Vergehen mit den härtesten Ahndungen be-legte, setzte auf den Vatermord keine Strafe, weil er ihn für unmög-lich hielt. ES würde nicht unangemessen seyn, mit jenem Verbreche»,denn so muß doch jedes Vergehen heißen, das mit der Natur undmit unserem Verstände in so dircctem Widersprüche steht, es eben sozu machen, weil es im Grunde eben so unmöglich ist. In der That,so zahlreich auch jene lieblosen Beschuldigungen in der alten und neuenGeschichte seyn mögen, so hat sie doch vielleicht noch nicht ein Einzigervon allen denen wahrhaft verdient, die man damit belasten wollte.Sie haben sich die Sache bald zu hoch und bald zu tief, zu sublimirtoder zu materiell gedacht, aber sie schlechtweg und beharrlich läugnen,zeigt von Verrücktheit des gesunde» Menschenverstandes, und kann nicht