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Dritter Band.
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^Vkervell, ^stronom^.

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es nur bestimmte Formen von Gewölbe», die halten; allein in derAusführung halten auch viele solche Formen, die cS, nach der Theorie,

, nicht thun würden, und es würde eine nicht leichte Aufgabe der Bau-

> kunst seyn, ein Modell einer Brücke zu machen, das nach seiner Vol-lendung zusammenfallen muß. Andere auffallende Wirkungen der Fric-tion sehen wir bei dem Hinabwinden großer Fässer in tiefe Keller, wobloß einige Windungen des Seils um einen Cylinder von Holz diegroße Last deS Fasses im Gleichgewichte halten. Auch bedienen wiruns, oft ohne eS zu wissen, dieser Kraft in allen unsern Künsten undHandwerken, selbst im gemeinen Leben, vorzüglich um dadurch Ruhe,Stabilität und gemäßigte Bewegung hervorzubringen. Diese Kraftist immer zu unserem Dienste bereit, sie ermüdet nie, sie steigt mitunseren Bedürfnissen, sie regulirt und controllirt alle Bewegungen,tritt allen anderen, wenn sie zu heftig werden, hindernd entgegen, undgewinnt endlich auch die Oberhand über alle anderen irdischen Kräfte,so groß und heftig und andauernd diese letzten auch sein mögen. Ohne

> ihre wohlthätige Hülfe würden unsere Tassen und Bücher, die auf

! unseren Tischen liegen, würden diese Tische selbst und was sonst un-befestigt in unseren Zimmern steht, so wie die losen Erdschollen unddie Steine auf unseren Feldern in immerwährender Bewegung seyn,und jeder Fußtritt auf dem Zimmer, jedes Lüftchen auf dem Feldewürde alle diese Gegenstände durcheinander jagen, und wir würden inunseren Wohnungen nur wie in einem vom Sturme hin und her ge-worfenen Schiffe leben können.

ES ist im hohen Grade merkwürdig, daß diese Kraft, die aufder Erde eine so große, weitverbreitete Rolle spielt, am Himmelgar nicht gefunden wird. Auf der Erde finden alle Bewegungen, wel-cher Art sie auch sein mögen, durch die Friction ein frühes Ende —selbst unsere Maschine, durch welche wir die Bewegungen der Him-melskörper darstellen wollen, muß täglich aufgezogen werden, wenn sienicht stille stehen soll — diese Himmelskörper selbst aber gehen seitJahrtausenden ihren Gang ungestört fort, und wir wenigstens sehen nichts,waS sie auch fernerhin in ihrer Bewegung aufhalten sollte. Und doch fol-gen die Planeten ganz demselben Gesetze der allgemeinen Gravita-tion, welchem auch die Steine gehorchen, die auf der Oberfläche derErde geworfen werden. Aber dort erzeugt dieses Gesetz eine immer-dauernde Bewegung, während hier, aus der Erde, der entgegengesetzteZustand vorherrscht, der Zustand, in welchem Ruhe die Regel ist, undBewegung, stets unterbrochene und gehinderte Bewegung, nur als