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^Vksivell, Kietor/ ok inäuct. rcisves».
es in der That zu finden suchte, und eben so oft ist cS, bei diesemSuchen, auf Abwege und Irrthümer gerathen, die wir aber nicht ken-nen gelernt haben, weil jene Männer nur die Wahrheit, die fie aufihrem Wege fanden, nicht aber auch alle die Irrthümer mitgetheilthaben, denen sie auf demselben Wege begegnet sind. Wie oft sindauf diese Weise die größten und wichtigsten Entdeckungen mit ganzwerthlosen Hypothesen, und scharfsinnige Conceptionen mit phantastischenCon/ccturcn vermischt worden, wie wir, zu unserer Beschämung, aberauch zugleich zu unserem Troste sehen würden, wenn alle diese Ent-decker ihre Werke eben so, wie Kcpler die seinigen, geschrieben hätten.
Noch bemerkt er, daß CopernikuS selbst an mehreren Stellenseines Werkes die Unzulänglichkeit seines Systems zu ahnden scheint.So macht er in der Theorie MercurS, dessen Ercentricität so großist, mehrere Suppositionen und gleichsam Verbesserungen seiner allge-meinen Hypothese, die ein ziemlich verwickeltes Ganze bilden, aberdoch zugleich von seinem klaren Blick und von seinem gründlichenmathematischen Talente zeugen. Für den Mond aber, dessen Bewe-gungen so verwickelt sind, schlägt er eine ganz neue Theorie vor, undzwar merkwürdiger Weise gerade aus dem Grunde, der späterhin dereigentliche Zerstörer dieser ganzen epicyklischen Hypothese gewordenist: „weil sich nämlich nur die Längen, aber dafür die beobachtetenDistanzen deö Mondes von der Erde und mit dieser Hypothese garnicht darstellen lassen." — Bon dem Charakter des CopernikuS sagtsein Schüler NheticnS: „Er war sehr weit davon entfernt, die Be-hauptungen seiner Vorgänger rasch zu verwerfen, und nur die gewich-tigsten Gründe, unwiderstehliche Facta, nie aber die bloße Sucht nachNeuheit oder Widerspruchsgeist konnte ihn dazu bewegen. Sein hohesAlter (er war geboren im Jahre 1472, und starb 1543), der ganzeErnst seines Betragens, seine tiefen Kenntnisse der Lehren seiner Vor-gänger, und endlich sein ganzer edler und wahrhaft großartiger Geistmachten ihn zu den Leidenschaften unfähig, die nnr der Jugend odereinem leicht entzündlichen Temperamente eigenthümlich sind, oder diewir so oft als die Eigenschaften der Halbgelehrten bemerken, -rwv/er/« Ppovsrrmi- rerr Aewpnx /tex/ix. Auch war er stets ein eifrigerAnhänger und Bewunderer der Talente des PtolemäuS, und nur alsihn unwiderstehliche Gründe zur selbstständigen Darstellung seiner eige-nen Entdeckungen führten, da entschloß er sich endlich, seinen Dogenauf dasselbe Ziel, wie einst PtolemäuS, zu richten, aber einen ganz!anderen Bogen und auch mit einer ganz anderen Kraft. Sagte doch!