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Dritter Band.
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lVkevrell, üistorx ok inäuct. Sciences.

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isländischen Krystalle, Statt hatte. Erst Bist aber zeigte, daß nichtbei allen diesen Körpern das abgeplattete Sphäroid HuyghenS zurConstruction der doppelten Brechung gebraucht werden könne, sonderndaß sür mehrere derselben daS verlängerte Sphäroid angewendet wer-den müsse. Diese Bemerkung war von großer Wichtigkeit, da dadurchdie krystallinischen Körper in zwei Klassen, die ein- und zweiarigen,zerfielen, deren jede eine eigene Behandlung erforderte.

Mit dieser doppelten Brechung war aber noch eine andere Ei-genschaft dieser Körper verbunden, die bald noch wichtiger erschien alsjene, und die jetzt unter der Benennung der Polarisation desLichtes bekannt ist. Schon HuyghenS hatte diese zweite Eigenschaftan dem isländischen Krystall entdeckt, aber er konnte von derselbennoch keine nähere Rechenschaft geben. Sie besteht im Allgemeinen imFolgenden. — Wenn man durch einen solchen Krystall auf einen leuch-tenden Gegenstand, z. B. auf einen hellen Stern, sieht, so bemerktman im Allgemeinen zwei Bilder des Gegenstandes, das gewöhnlicheund das ungewöhnlich gebrochene Bild. Betrachtet man aber denGegenstand durch zwei solche neben einander gestellte Krystalle, so siehtman, wenn die Hauptschnitte dieser Krystalle parallel oder auch aufeinander senkrecht stehen, ebenfalls nur zwei Bilder; in allen anderenLagen der beiden Hauptschnitte jedoch sieht man vier Bilder des Ster-nes, deren Intensität aber im Allgemeinen verschieden, und periodischwechselnd, und nur dann gleich groß ist, wenn die Hauptschnitte um45 Grade gegeneinander geneigt sind.

Newton machte in der zweiten Ausgabe seiner Optik (im Jahre1717) den Versuch, diese Erscheinungen durch die Annahme zu erklä-ren, daß jeder Lichtstrahl verschiedene Seiten habe, und daß er diegewöhnliche oder ungewöhnliche Refraetion erleide, je nachdem dieseSeiten dem Hauptschnitte deö Krystalls parallel oder darauf senkrechtsind. Diese Erklärung fand ihre Widerlegung erst im Jahre 1808,als Malus zufällig durch einen solchen Krystall den Reflex der unter-gehenden Sonne an den Fensterscheiben des k. Lustschlosses zu Luxen-burg aus seinem Zimmer in Paris beobachtete. Dieser glückliche Versuchzeigte ihm, daß das Licht nicht bloß durch Brechung, sondern auchdurch Reflexion polarisirt werden kann. Dieß leitete zur Kenntnißdes sogenannten Polarisationswinkels durch Brewster im Jahre1815, und zu der wichtigen Lehre von der entgegengesetzten Polarisa-tion des Lichtes.