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wir uns hier anschicken wollen, wobei uns die Leser einige Bemerkun-gen, wie sie sich eben anbieten, zu gute halten werden.
Die kaiserliche Hosbibliothek von Wien soll im Jahre 1440 ge-gründet worden seyn, so daß also die Zeit ihrer Entstehung nahe mitder Erfindung der Buchdruckerkunst zusammenfällt. — Aeneas Syl-viuS, später als Pabst Pius II. bekannt, und Georg Purbach, einerder ersten Astronomen zur Zeit des Wiederauflebens der Wissenschaf-ten, erhielten von K. Friedrich III. den Auftrag, die vorhandenenManuscripte und Bücher systematisch zu sammeln. Mit solchen In-stituten geht eS, wie mit ganzen Nationen, ihr eigentlicher Ursprungist und bleibt problematisch. Man sehe nur einmal selbst, was derVerfasser von der Gründung der kvm'gl. Bibliothek in Paris sagt:So viel Köpfe, so viel Sinne. Dieß hindert aber nicht, daß dieSysvsns cis ?sris ihre Bibliothek für die älteste gebe», und die an-dern Lyavsns, die das nicht zugeben wollen, machen es mit den Bib-liotheken ihrer Länder eben so. Der Verfasser gibt S. 5 eine Tafelvon Bibliotheken, nach ihrem Alter zusammengestellt. In dieser Ta-fel steht Heidelberg voran, dann folgt die Bibliothek des Vaticans inRom, die von Regenöburg, Turin und Wien. Die Pariser hat erstdie neunzehnte Stelle der Tafel, und wird in das Jahr 1595 ver-wiesen, allein der Verfasser bringt S. 3 mehrere Gründe, und eSließen sich noch manche andere hinzufügen, um zu zeigen, daß sie be-deutend älter ist. Die Bibliothek des K. Mathias Corvirus in Ofen,aus die wir sogleich wieder zurückkommen wollen, hätte, wie unsdäucht, aus der dort angeführten Ursache, nicht absichtlich Übergänge»werden sollen, da die gegenwärtige Bibliothek dieser Stadt noch immereine sehr bedeutende ist, und wohl Niemand leicht beweisen wird, daßvon jener alten Bibliothek nichts mehr aus die neue herübergelangt ist.Wenn ein Institut, durch Feinde, Brand oder durch den Zahn unddie Unbild der Zeit von seiner ehemaligen Größe zurückgekommen ist,sich aber doch noch immer erhält, und gegen die gänzliche Vernichtungrühmlich ankämpft, so darf es wohl auö den jetzt noch blühendenInstituten dieser Art entfernt werden, aber eS soll unter den altenund durch ihr Alter ehrwürdigen mit Recht aufgezählt seyn.
Im zweiten und dritten Abschnitte wird das Gebäude der Hos-bibliothek und ihr allmäliger Zuwachs kurz dargestellt, das Letzte mei-stens aus des Herrn Hosraths Mosel Geschichte der Hofbibliothek, Wien1835. — Als charakteristisch wird hervorgehoben, daß die Bibliothek