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4. Gedruckte Bücher seit dem Anfange des sechzehnten Jahr-hunderts bis auf unsere Zeit. Die gegenwärtige Anzahl derselben inder kais. Hofbibliothek soll gegen 230,000 betragen.
5. Kupferstiche, 473 Bände in Großfolio, 510 von verschie-denem Format, 14 Porteseulles und 245 CartSnS in Folio. Manfindet hier z. B. den großen Atlas von B. Bleau, den Eugen um500,000 franz. Thaler ankaufte.
6. Sammlungen von Musikalien über 6000 Bände.
7. Autographen, oder Handschriften berühmter Personen. Zähltman die erwähnten gedruckten Bücher mit den Inkunabeln, Manuskrip-ten und Zeichnungen zusammen, so enthält die kais. Bibliothek nachder Schätzung des Verfassers nahe 300,000 Bände.
In der vierten Abtheilung wird die Dotation und das Personalder Bibliothek aufgeführt. Die erste beträgt jetzt 19,000 fl. Conv.jährlich; dadurch und durch die Einrichtung, daß von jedem in derMonarchie gedruckten Werke eines an die Bibliothek abgeliefert wird,steigt die Anzahl der Bände jährlich um 3500 bis 3800. Die Bib-liothek der Univerfität zu Orfort hat nur ein jährliches Einkommenvon 4000 fl., die königl. Bibliothek in Berlin hat 700 fl. u. s. w.
Die siebente Abtheilung handelt von den Schwierigkeiten, denReichthum der verschiedenen Bibliotheken in Beziehung auf ihre Bände-anzahl unter einander zu bestimmen. Diese Abhandlung ist ausdem esssi stet. 5ur les bidliotliegnes etc. des Verfassers genommen.ES wird zuerst bemerkt, daß diese Bändezahl keineswegs den eigent-lichen Reichthum einer Bibliothek constatirt, da oft nur wenige Ma-nuskripte oder Jncunabeln großen Werth haben und viel beträchtlichereSummen kosten können, als ganze Lasten neuere Bücher, oder auchältere, besonders wenn sie z. B. asketischen, scholastischen oder aristo-telischen, philosophischen Inhaltes sind. Allein, wie soll man bei derVergleichung dieses Reichthums der Bibliotheken den innern Werthder einzelnen Werke abschätzen? Ist eS doch schon schwer, nur dieAnzahl der Bände überhaupt von so vielen Biblischen mit einigerSicherheit anzugeben, und um ihren innern Gehalt! Der Verfasserzeigt durch eine umständliche Tabelle, daß wir selbst über die Bände-zahl der berühmtesten Bibliotheken noch ganz im Ungewissen sind. Sofindet man für die königl. Bibliothek in Paris diese Zahl von Ebert35,000, von Bailly 450,000, von Malchus 500,000, von Bisingerund Andre 800,000 u. s. w. angeben, und so geht es mit allenandern. ES verhält sich in diesen Zweigen der Statistik ganz wie