Band 
Dritter Band.
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Man sieht ohne weitere Erinnerung aus dieser gedrängten An-zeige, daß das vorliegende Werk viele schätzbare Angaben enthält, dienach der bekannten Manier des Verfassers mit vielem Fleiße undUmsicht zu bequemerem Ucberblicke zusammengestellt sind. Obschonder größte Theil dieser Blätter sich mehr mit anderen Bibliotheken,als den auf dem Titel ausgesprochenen, beschäftigt, so werden dochauch jene erotischen Bemerkungen vielen Lesern willkommen undinteressant seyn, und daher die Bemühungen des eifrigen und gelehrtenVerfassers mit Dank anerkennen.

Dem bisher abgehandelten Gegenstände fremd, ist der beinaheeben so starke zweite Theil des Werkes, welcher dem ersten unter derBenennung angehängt ist. Er ist in acht Kapitel getheilt,

die über die Archive von Venedig, über den Fortgang der Civilisationin Oesterreich, über die Bevölkerung WicnS, über einige technologischeAnstalten dieser Stadt u. dgl. handeln, Und mit statistischen Frag-menten, Ankündigung eigener und Beurtheilung fremder Werke, undendlich in dem achten Kapitel mit der chronologischen Anzeige der,von dem Verfasser bisher herausgegebenen Werke schließen. — Umden Leser durch diese Details nicht zu sehr zu ermüden, werden einigeFederkriege mit andern Autoren aufgeführt, Anecdoten über — ausfranzösischen Zeitungen erzählt ». dgl. Wir wollen hier nur daSInteressanteste dieses Anhanges kurz zusammenstellen, um den Lesermit dem Inhalte desselben etwas näher bekannt zu machen.

Im hohen Grade merkwürdig ist die Nachricht von dem wahr-haft erstannenswürdigen Archiven, die in Venedig aufbewahrt werden.Der Verfasser erwähnte dieser ^rodives gönernlss äs Venise schonS. 70 des ersten Theils dieser Schrift, die in dem ehemaligen KlosterSei krsri seit mehreren Jahren von den zurückgebliebenen Schriftenund Verhandlungen der Republik Venedig zusammengetragen und auf-gestapelt wurden. Die Kosten dieser Aufhäufung von Manuskriptenbetrugen über 200,000 st. Conv.-Mze. DaS Ganze besteht aus1890 verschieden Archiven, die in 298 Zimmern vertheilt sind, undaus nahe fünfhundert Millionen einzelner Blätter in Folio bestehen.Wenn man sie in Bände, jeden zu 200 Blätter binden wollte, sowürde dies eine Bibliothek von 3,466,000 Bänden geben. — Diesesgrößte aller Staatsarchive enthielt zugleich die kostbarsten und wich-tigsten Dokumente. Um von dieser vasten, wahrhaft erstaunenswür-digen Masse von Papieren einen anschaulichen Begriff zu geben, be-müht sich der Verfasser zu berechnen, wie viele Abschreiber erforderlich