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Diesen sind nun noch, nebst mehreren europäischen, die Biblio-theken von Jeddo, Mako, Tripolis, Cairo «> a. beigesellt, die aber,da sie von dem Verfasser selbst mit einem, und öfters sogar mitmehreren Fragezeichen gegeben sind, hier besser ganz weggelassen wer-den können. AuS welchen verläßlichen Quellen er die alte Bibliothekder Ptolemäer in Alerandria zu 110,000, und die von den Arabernunter Omar verbrannte Bibliothek derselben Stadt zu 100,000 ge-sunden hat, finden wir nicht näher angegeben. Dieser Tabelle zufolgeist also in unseren Tagen die königliche Bibliothek zu Paris diereichste, und die von Wien, welche bis zu dem Jahre 1789 die erstein Europa war, nimmt setzt nur den fünften Rang ein.
Nachdem in der neunten Abtheilung der Satz, daß die königl..Bibliothek zu Pariö gegenwärtig unter allen an Bändezahl die reichsteist, umständlich durchgeführt worden ist, werden in der zehnten auchdie anderen Bibliotheken Wien's einzeln aufgeführt, aber meistensohne nähere Angabe der Bändezahl. Wenn übrigens den Lesern diezuweilen ungewöhnlich großen Zahle» aufgefallen sind, so wollen siebedenken, daß man leicht noch hätte viel größere anführen können,wen» man sich auf die Rodomontaden der arabischen und türkischenSchriftsteller von ihre» Bibliotheken hätte einlassen wollen. UnserVerfasser gibt davon S. 80 einige Beispiele auö Quatremsre'S Aöm.ZsoZr, sur I'Lg^pte, knris 1811, wo es unter andern heißt: DieBibliothek von Cairo ist, nach Jbn-Abp-Tay, ein wahres Welt-wunder, da sie mehr als 1,600,000 Bände enthält. Diese Biblio-thek der Kalifen bestand nach Macrizy aus 40 Zimmern, die allein18,000 Bände über 8oiknoss äes snoisn8 und 2400 verschiedeneAusgaben des Korans enthielten. Aber die von Tripolis übertrafalle anderen, denn sie enthielt 300,000 Bände, die alle bloß vonder Theologie, dem Koran und von den schönen Wissenschaften han-delten, und allein 50,000 Exemplare des Korans und 20,000 Er-klärungen desselben zählten. Hundert Abschreiber waren daselbst an-gestellt, und unter ihnen dreißig, die Tag und Nacht in der Biblio-thek bleiben mußten. Als Tripolis im Jahr 503 den Hedschra unterAnführung des Raymund, Grafen von St. Julien, in die Händeder Franken siel, und diese in den ersten Zimmern der Bibliotheknicht als die verschiedenen Ausgaben des Korans fanden, ließen siedie ganze Bibliothek verbrennen, um ein würdiges Seitenstück zuderjenigen Barbarei zu liefern, die Omar vor fünf Jahrhundertenin Alexandrien verübt hatte.