Lrago'S Aufsätze.
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kannt, und Fouri'er, der seine Untersuchungen über diesen Gegenstandauf der einzig verläßlichen Basis der mathematischen Berechnung er-baute, fand, daß die Wärme, welche die Oberfläche der Erde seit vie-len Jahrtausenden genießt, beinahe allein dem Einflüsse der Sonnezuzuschreiben ist, und daß derjenige Theil dieser Wärme, der von demInneren der Erde, der von dem Centralfeucr im Mittelpunkte derErde auf die Oberfläche derselben ausströmt, kaum den dreißigstenTheil eines ThermometcrgradeS beträgt.
Die Oberfläche der Erde, welche in ihrem ursprünglichenZustande wahrscheinlich auch, so wie daS Innere derselben noch setzt,glühend und in flüssigem Zustande war, hat sich demnach im Laufevieler Jahrhunderte so sehr abgekühlt, daß sich kaum mehr einewahrnehmbare Spur sener anfänglichen Temperatur erhalten hat, unddaß, ohne den Einfluß der Sonne jenes EentralfcuerS ungeachtet, einealles erstarrende Kälte auf dieser Oberfläche herrschen müßte.
In der Folge der Zeiten wird allerdings die Temperatur deSInneren der Erde noch große Abnahme erleiden, aber scneS schrecklicheEinfrieren der Erdkugel, welches Buffon für den Zeitpunkt verkündigt,wo sene innere Hitze sich gänzlich verflüchtigt haben würde, ist nurals ein leerer Traum zu betrachten.
Nach diesen Betrachtungen untersucht der Verf. noch einige andereUmstände und Einrichtungen unseres Sonnensystems, die auf eine all-mälige Veränderung der Temperatur unserer Erde einen Einfluß imGroßen haben könnten. Wir wollen die vorzüglichsten derselben nurkurz andeuten.
Die Abnahme der Schiefe der Eeliptik kann eine solche bedeu-tende Aenderung nicht hervorbringen, da sie nur sehr langsam vor sichgeht, und übcrdicß zwischen sehr engen Gränzen eingeschlossen ist, sodaß sie in der Folge von mehreren Jahrtausenden wieder in eine Zu-nahme übergehen wird. Diese Oscillationen sind so gering und lang-sam zugleich, daß sie keinen merkbaren Einfluß auf die Temperatur derErde haben können.
Jetzt steht die Sonne in den ersten Tagen deS Januarü amnächsten, in den ersten Tagen deS Junius aber am weitesten von derErde. Dadurch werden also die Winter der nördlichen Hemisphäreetwas wärmer, und die Sommer im Gegentheile etwas kälter wer-den. Nach mehreren Jahrtausenden wird dies anders siyn. Diegroße Achse der Erdbahn wird sich während dieser Zeit in dem Him-melsraume so gedreht haben, daß wir die Sonne in unserem Winter