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Arago'S Aufsätze.
am meisten, im Sommer aber am wenigsten entfernt haben werden.Dann werden also unsere Winter kälter und unsere Sommer wärmerseyn, als fetzt. Dieser größte und kleinste Abstand d->r Sonne vonder Erde beträgt 2 t,230,000 und 20,530,000 geographische Meilen,deren Differenz 700,000 Meilen ist. So große Aenderungen desAbstandcS der Sonne scheinen -allerdings einen beträchtlichen Einflußauf die Wärme der Erde ausüben zu rönnen. Aber sie scheinen esnur. Bei genauerer Ansicht der Sache findet sich, daß bei dieserzweiten Epoche, wo die Sommer wegen der größeren Sonnennäheheißer seyn sollten, die Geschwindigkeit der Sonne wieder viel größerseyn wird, als in den Sommern der ersten Epoche, und daß dadurchdie Sommer der zweiten Epoche nahe um sieben Tage kürzer aus-fallen müssen, als die der ersten Epoche. Bringt man aber dieseKürze deö Sommers mit der zugleich Statt habenden größeren An-näherung der Sonne in Rechnung, so findet sich, daß beide Dingesich sehr nahe ausgleichen, und daß daher unsere Sommer undWinter, der verschiedenen Distanz der Sonne ungeachtet, sehr naheimmer dieselbe Temperatur haben werden.
Anders scheint es sich zu verhalten, wenn die Erccntricität derErdbahn sehr groß wäre. Diese Bahn ist nämlich, wie bekannt, eineEllipse, die aber von einem Kreise nur sehr wenig verschieden ist.Wenn das nicht wäre, wenn diese Ellipse, wie dies z. B. bei denKometen der Fall ist, sehr excentrisch, d. h. sehr platt gedrückt wäre,so würde die mittlere Wärme, welche die Erde jährlich von derSonne erhält, viel größer als die gegenwärtig Statt habende seyn.Nehmen wir, um dies sogleich ohne Rechnung zu sehen, nur an, daßdie Erdbahn bei unveränderter großen Achse, so in die Länge gezogen,oder daß die kleine Achse dieser Bahn so gering wäre, daß die Erdebei ihrem jährlichen Umlaufe um die Sonne dieses Gestirn zweimalberühren oder den Rand der Sonne nahe streifen müßte, so würdedadurch gewiß die mittlere Wärme, welche die Erde von der Sonneerhält, ganz außerordentlich vermehrt werden. Dasselbe, nur im ge-ringeren Grade, wird also auch geschehen, wenn die Excentricität derErdbahn nur überhaupt beträchtlich größer würde, als sie jetzt ist.Sollte sie z. B. einmal so groß werden, wie die der PallaS-Bahn,d. h. sollte die Excentricität der Erdbahn, die jetzt nur ihrerhalben großen Achse beträgt, einmal zehnmal größer «nd gleichwerden, so würde dadurch daS Verhältniß der größten und kleinstenDistanz der Erde von der Sonne, die jetzt wie 100 zu 89 ist, nahe