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Dritter Band.
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Arago'S Aufsätze.

wir oben für eine Epoche gefunden haben, die volle 33 Jahrhundertevon unö entfernt ist.

ES wäre sehr wiinschcnöwerth, mehrere solche Belege aus altenZeiten aufzufinden. In Ermanglung derselben stellt der Verfasserdie Nachrichten von zugefrorenen Flüssen, von tiefem Schnee ». f.im süvlichen Europa aus alten und neuen Zeiten zusammen, S. 206bis 228, und findet auch hier keinen bedeutenven Unterschied, so daßsich demnach alles dahin vereinigt, daß die Temperatur auf der Ober-fläche der Erde noch immer dieselbe ist, und auch noch sehr langedieselbe bleiben wird, wie sie vor drei und mehr tausend Jahrengewesen ist, etwa die localen Aenderungen ausgenommen, die vonder Lichtung der Wälder, der Austrocknung der Sümpfe und überhauptvon der veränderten Kultur deö Bodens herrühren mögen, und derenEinfluß bisher von Niemand bezweifelt worden ist.

Von den nun folgenden kleineren Aufsätzen zeichnet sich vorzüglichder über den Thau aus. Obschon dieser Gegenstand zu den alltäg-lichen gehört, obschon er von Jedermann gekannt wird, so ist dochdie wahre Ursache desselben nicht nur allen Lesern, sondern selbst deneigentlichen Naturforschern noch vor kurzer Zeit gänzlich unbekanntgewesen. Erst im Jahr 1815 hat der Engländer W. Wells (inseiner Schrift: on Uew. I.onü. 1815) eine Erklärung deS

Thaues gegeben, die sogleich allgemein als die einzig wahre, als dieallein richtige mit ungetheiltcm Beifalle aufgenommen wurde. Umden Lesern eine Probe zu geben, wie der Verfasser es anfängt, seinenGegenstand bis zur Fassungskraft eines Kindes herabzuziehen, unddemungeachtet auch den Mann zugleich zu belehren und zu unterhalten,indem er mit demselben Schritt vor Schritt geht, und, was er zusagen hat, gleichsam mit ihm selbst erfindet, wüßten wir, von denAufsätzen dieses ersten Theils, kein besseres Beispiel, als eben dieseAbhandlung von dem Thaue. — Er beginnt mit einer unter denGärtnern besonders wohlbekannten WitterungSregel, die man häufigfür ein bloßes Vorurtheil gehalten hat. Nach dieser Regel soll imMonat April und im Anfange des Mai daö Mondlicht, bei heiteremnächtlichen Himmel, den Pflanzen meistens schädlich seyn, indem vieBlätter und Knospen derselben brandartig werden, das will sagen, er-frieren, obwohl sich der Thermometer im Freien einige Grade überdem Nullpunkt erhält. Wenn aber, bei sonst unveränderten Verhält-nissen, der Himmel umhüllt und mit Wolken bedeckt ist, also daü