Arago's Aufsätze.
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Mondli'cht nicht bis zu den Pflanzen komme» kenn, so sollen auch dieletzteren nicht darunter leiden.
Indem er dieses sogenannte Vorurtheil näher untersuchen will,geräth er gleichsam unwillkürlich auf denjenigen Gegenstand, um deneS ihm hier eigentlich zu thun ist. Bei dem Thau nämlich hat manschon längst ähnliche Erscheinungen bemerkt, daß er nämlich am häu-figsten nur in ruhigen und sternhellen Nächten fällt, nie aber, wenndie Nacht trüb und zugleich windig ist. Sogar der im Anfang einerheitern Nacht auf die Pflanzen schon gefallene Thau verliert sichwieder, sobald später der Himmel sich bewölkt. Ferner ist der Thaustärker, wenn eS kürzlich geregnet hat; eben so wird er von denjenigenWinden verstärkt, die über große Wasserflächen streichen. Am stärksten' ist der Thau in stillen, heiteren Nächten, auf welche neblichte Morgenfolgen; im Frühling und besonders im Herbst ist er im Allgemeinenstärker als im Sommer. Er fällt übrigens nicht blos, wie selbsteinige Physiker behaupteten, in den Abend- oder in den Morgenstunden,sondern zu allen Zeiten der Nacht, wenn der Himmel stillheiter ist.Am wenigsten sammelt sich der Thau an polirten Metallen an, ammeisten auf GraS, krauser Wolle u. f.
Mit dieser Wolle stellte Wells vorzüglich seine Versuche an. Erwählte dazu Wollflocken von zehn Gran im Gewichte, die er in Ge-stalt von Kugeln zusammenrollte. Solche Kugeln legte er auf einüber den Erdboden errichtetes horizontales Brett, andere befestigte erunmittelbar auf der unteren Seite dieses Brettes, wieder andere eben-falls unter dem Brette, aber 1, 2 oder 3 Schuh tiefer u. f. Vondiesen Kugeln zogen nun die auf der oberen Fläche der Bretter liegen-den bei weitem die größte Menge von Feuchtigkeit durch den Thauan, viel weniger aber die an der unteren Fläche befestigten. Dieunter dem Brette tiefer liegenden Wollflocken aber sogen wieder destomehr Thau ein, je tiefer sie lagen. — Ein andermal legte er einedieser Wollkugeln in die Mitte eines senkrecht stehenden, an beidenEnden offenen, hölzernen Cylinders auf den Boden, und fand, daßdie Kugel viel weniger vom Thau befeuchtet wurde, als andere, außerdem Cylinder, auf dem freien Boden liegende Kugcln. — Aus diesenund ähnlichen Versuchen zog er den Schluß, daß, unter übrigensgleichen Verhältnissen, ein Körper immer desto mehr bcthaut wird,je mehr man, von seinem Standpunkte aus, von dem ihm umgeben-den Himmel sehen kann. Die Kugel auf der oberen Seite des BrettcSübersah gleichsam die ganze Hälfte deö über ihr stehenden Himmels;