Arago's Aufsätze.
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von einem Fuß unter der Erdoberfläche antrifft, wo man also auchmit einem Bergbohrer bloß einen Fuß tiefe Oeffnungen machen, unddas Thermometer darin einsenken kann, um sofort die mittlereTemperatur des Beobachtungsortes zu erbalten, wenn man nur dieOeffnung vor dem Zutritte der äußeren Luft durch eine leichte Be-deckung schützt, und die Bohrversuche nicht an besonnten, sondern audurch Dächer u. dgl. bedeckten Orten anstellt.
Die warmen Quellen kommen höchst wahrscheinlich aus sehrgroßen Tiefen unter der Erdoberfläche, wo bekanntlich die innere Hitzeder Erde auch sehr groß ist. In Europa hat man noch keine solcheQuelle gefunden, die heißer als 64" R. wäre. In Venezuela aberfand Humboldt eine Quelle, deren Wasser die Temperatur von77" R. hatte. ES wäre sehr interessant, zu erfahren, ob die Wärmedieser Quellen immer dieselbe bleibe, oder mit den Jahrhundertenabnehme. Der Vers. gibt bei dieser Gelegenheit S. 134 eine inte-ressante Nachricht von den altberühmten warmen Quellen zu Air inder Provence, die mehrmals versiegten, weil man in der Umgegenddieser Stadt heimlich Brunnen gegraben hatte, die sich mit diesemheißen Wasser anfüllten.
Nach sehr verläßlichen Beobachtungen des Barometers in Parksfand man die mittlere Höhe desselben bei verschiedenen Windenregelmäßig um dieselbe Größe verschieden. Bei dem Südwinde z. B.ist diese mittlere Höhe immer um 3.1 Millim. kleiner, beim Nordost-winde um 2.6 Mil. größer, als die allgemeine mittlere Höhe, dieman aus der Gesammtmasse aller Beobachtungen abgeleitet hat.Daraus folgt denn, daß man bei der Bestimmung der mittleren Ba-rometerhöhe auf die Richtung des Windcö Rücksicht nehmen muß,waS man bisher noch beinahe gar nicht gethan hat. Wahrscheinlichwird man in verschiedenen Gegenden auch verschiedene Resultate fürdiesen Einfluß des Windes auf daS Barometer finden.
S. 143 gibt Arago ein einfaches Mittel, die Höhe der Gewit-terwolken zu bestimmen. Wenn man nämlich die Anzahl Secunden,die zwischen dem Gewahrwcrden des Blitzes bis zu dem Anfange desDonners verfließt, durch 1067 multiplicirt, so erhält man die Längeder Hypotenuse, in Wiener Fuß, des rechtwinkeligen Dreiecks, dessensenkrechte Seite die Höhe der Wolke ist. Diese Höhe aber läßt sichberechnen, wenn man mit einem einfachen Instrumente den Winkelbestimmt, welchen die, von dem Auge des Beobachters nach der