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Dritter Band.
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Arago's Aufsätze,

Eine zweite Frage betrifft die hohe Temperatur, die man inweiter von dem Aequator entfernten Gegenden im höchsten Sommerzu beobachten pflegt. In unseren europäischen Breiten von 50 bis60 Graden ist der Sommer, die eigentliche Sommerhitze im Juliusund August, zwar nur kurz, aber sehr intensiv, und viele sind derMeinung, daß sie daselbst bedeutend größer ist, als selbst in denTropenlandern, was wieder andere sür sehr unwahrscheinlich, fa siirunmöglich halten. ES wäre ohne Zweifel interessant, diese Frage,worüber die Physiker noch ungewiß sind, beantworten zu können. Daaber daö von unserem Vers. hier vorgeschlagene Mittel nicht zn die-sem Zwecke zu führen scheint, so wollen wir es, gleich dem zunächstfolgenren über die Wärmestrahlung, hier der Kürze wegen ebenfallsübergehen.

Bekanntlich steht, zur Nachtzeit und auf dem festen Lande,ein nahe an dem Erdboden aufgehängtes Thermometer immer umeinige Grade tiefer, als eines, welches mehrere Klafter hoch über denBoden sich befindet, wie man denn auch, bei heiterem und ruhigemWetter, bei der Besteigung einer Anhöhe zur Nachtzeit dieselbe Verände-rung, daß die Luft wärmer wird, erfährt. Der Erdboden und die ihnbedeckenden festen Körper strahlen nämlich in heiteren Nächten sehr viel

Wärme aus, und werden dadurch kühler, und an dieser Abkühlung muß

in die Länge auch die diese Körper zunächst umgebende Lust Theil neh-men, und daher kälter werden. Es entsteht nun die Frage, ob diese

Erscheinung auch auf dem Meere Statt hat. Man wird dieß bald

finden, wenn man ein Thermometer auf dem Verdecke und ein an-deres auf der Mastspitze befestigt. Arago glaubt, daß auf demMeere beide Thermometer im Allgemeinen gleich hoch stehen werden,und daß daher die bemerkte Kühle der unteren Gegenden auf der Seenicht Statt findet. Zwar wird, sagt er, die oberste Schichte desMeereS auch die Wärme ausstrahlen, wie sene Körper deS Festlandes,aber die durch diese Abkühlung schwerer gcworde ueoberste Wasserschichtewird abwärts sinken, und der zunächst unter ihr liegenden wärmerenSchichte ihre Stelle überlassen, so daß demnach die erwähnte Ab-kühlung der das Meer zunächst berührenden unteren Lust nicht Statthaben wird.

Die Temperatur unserer Keller ist bekanntlich bei Tag und Nacht,im Sommer und Winter dieselbe. Aber diese Keller müssen eine be-trächtliche Tiefe von 15 bis 20 Fuß haben. Nicht so ist eS amAequator, wo man diese constante Temperatur schon in der Tiefe