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Dritter Band.
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I. I. v. Littrow's Biographie.

Die Ulme.

Bei einer Ulme kroch ein WeinstockVerlassen an der Erde hin,

Die Ulme, die sich sein' erbarmte,

Nahm ihn zu sich, und sagt' ihm z«,

Sie würd', so lang' er seine RankenUm ihre Hüften schlang', wie fürDaS gute Kind die treue Mutter,

Befließen sein. Doch bald, da starbDie gute Mutter — und die RebeBeweinte sie und schmückte denVerdorrten Baum mit gold'nen Trauben.

Am rechten Mann vertheilet lohnt die Wohlthat sich im Todenoch. —

Die Schwalbe und die Nachtigall.

„Sieh da, meine Progne!

Flüchtling, find' ich dich einmal?

O du bist dem Walde

Nur, nicht mir entschlüpft. So lang

Läßt du mich noch suchen!

Und nun — unter Menschen gar?"

Ach die guten Thiere,

Sprach die Schwalbe, die uns einstBeide so verfolgten,

Nehmen mich setzt liebreich aus.

Sieh, sie halten mich fürEinen Göttersohn, derGlück und Segen bringe.

Ich vergesse, was sie selbstLängst vergessen, nützeDen gelegnen Irrthum undSchlaf' mit meinen KindernRuhig unter ihrem Dache.

Epigramme.

Der Mensch.

Nach dem Original.

Arme Kreatur! In Nacht und Dunkelheit kriecht erLeise hervor, und schämt sich der Art, wie er herkam. Ach daSteht er ein einziges Weilchen, der arme, läppische Knabe,Stottert und spricht, und lernet und lehret, poltert und seufzet,