I. I. v. Llttrow's Biographie.
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Weinet und lacht, zerstöret und schafft, und kauet, verdau't undDüngt und freiet und — stirbt. Da ziehet der Tropf im TriumpheUnter Glockengetön' und lärmendem Pompe davon, und —Mäuschenstill kriecht er zu seinen modernden Vatern.
Auf die Grabstätte eines Sperlings.
Ein Sperling schlummert unter diesem Bäumche».
Das ganze Wäldchen wiederklang
Von seinem Ruhm, den noch das Heimchen
Zirpt. Doch war sei» Gesang
Nicht schön, nicht flick und bunt
Sein Fittig, und nicht kühn
Sein Flug, nicht — doch, er liebte, und —
Man weint um ihn.
Große Ehen.
Der große Doge wird mit seiner Braut,
Dem Meere, so wenig sie auch will, getraut, —
So geht'S noch setzt mit allen großen Ehen,
Eö wird da auf das Ja und Nein der Braut gar nicht gesehen.
Die „Propyläen" gingen schon im nächsten Jahre wieder ein,was zum Theile von der Saumseligkeit der Mitarbeiter, zum Theiledaher rührte, daß die meisten und darunter Littrow selbst in die so-genannte Legion eintraten, ein militärisches Corps, welches ErzherzogCarl errichtet und wozu Se. k. k. Hoheit die Studirenden von Pragals Mitglieder deü Leibbataillons aufgefordert hatte. Nach neun Mo-naten wurde der Frieden geschlossen, die Legion aufgelöset, und Littrowkehrte mit einem rühmlichen Zeugnisse von seiner kurzen militärischenLaufbahn zu den Studien zurück. Am Schlüsse des in diesem Jahre(1861) vollendeten zweiten philosophischen Jahrganges dichtete Littroweinen Abschied an die Professoren, mit dessen jugendlichem Schwulstwir unsere Leser nicht behelligen wollen, und aus dem wir nur ebenein Bruchstück, die Anrede an den Professor der Mathematik, als be-zeichnend für die Begeisterung, die ihn schon damals für diese Wissen-schaft beseelte, herausheben:
Er, der der höchsten Wahrheit Schleier uns
Allmälig riß, und neue Sinne uns
Für sie, der Götter edlen Sprößling schuf,
Für sie, die stolz, im festen Ernst, sich selbstGenug, allein sich keine Muse wäklt.
Und doch der Menschheit höchste Würde ist;
Die mit der Wahrheit hohem Sonnenblick