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I. I. v. Littrow'S Biographie.
Instrumenten und Büchern, von welchen beiden Hauptbedürfnifsen dieSternwarte sich auf diesem Wege bald eine ansehnliche, vollkommen ge-nügende Sammlung bildete; anstatt der bisherigen Elevenstellen wur-den ein Adfunct und zwei Assistenten ernannt, die letzten leider nurauf vi r, höchstens sechs Jahre, ganz nach Art der Assistenten an denverschiedenen Lehrkanzeln der Universität, eine Einrichtung, mit welcherLittrow sich nie einverstehen wollte. Da eö nicht möglich wur, daSganze Personal an der Anstalt selbst wohnen zu lassen, so wurde we-nigstens für den Adfuncten eine kleine Wohnung angebaut. Den An-nalen wurde eine bestimmte Richtung gegeben, indem man für eineReihe von Jahren sich zum vorzüglichsten Zwecke machte, Beobachtun-gen von Planeten zur Zeit ihrer Oppositionen und von den größerenFixsternen zu sammeln, um so für künftige Rechnungen Materialienzur Verbesserung und Bereicherung der fetzigen Planetentafeln undSternkataloge vorzubereiten. Nebst den Vorlesungen über wissenschaft-liche Astronomie wurde ein außerordentliches Lehramt der populärenAstronomie errichtet und dem Adfuncten übertragen.
Auch Littrow's Familienverhältnifse gewannen seit seiner Ankunftin Wien an Beständigkeit; zwar verlor er im Frühfahre 1820 einihm in Ofen geborenes Söhnchcn, und eS blieb ihm wieder nur sei«ältestes Kind, aber von da an sollte er diesen, nun schon zum Drit-tenmale ihn betrübenden Schmerz nicht mehr erfahren; bis zum Jahr1824 hatte er die Freude, andere vier Knaben seinen Hausstand ver-mehren zu sehen, die ihm bis zu seinem Tode rüstig und gesund zurSeite blieben.
Bei der Gründung der ^stronomiosl Looiotx zu London, imJahr 1821, war Littrow unter den ersten zu Correspondenten er-nannten Astronomen. — Nachdem Littrow gleich nach seiner Ankunftin Wien zwei treffliche Abhandlungen: über die Sonnensinsterniß desJahres 1820, und über die Höhenmessungen durch Barometer, hatteerscheinen lassen, gab er im Jahr 1821 die beiden ersten Bände seiner„theoretischen und praktischen Astronomie" heraus, eines Werkes, andem er schon in Kasan zu arbeite» begonnen, und daS einen der erstenPlätze in der heutigen astronomischen Literatur einnimmt. Sir JohnHerschel schrieb an Littrow den 10. Jänner 1820: „I !>svo tsbontt>6 Ildert^ ol avsiling m^sell ok tkat psrt ok xour vrork on ttieoro-tics! snä prscticst Astronom^, rvtück relstes to tlw tlieor^ ol oumets,snä rvdioli is psrticulsrly lummous snü voll arrsuZoS, in sn os8svon tko sudfoct I Iisvo fust sent to pross, sink Iisvo lsken tkst op-portun»^ to msko suck monlion ol »ist usslul work, ss will, I Kops,inäuoo some one to Irsnslsto it into enzlibk." — Zugleich fuhr Littrowfort, zu den wissenschaftlichen Zeitschriften der verschiedenen Länderthätig mitzuwirken, unter welchen Arbeiten wir hier besonders seinerin den Abhandlungen der Präger Akademie (1821) abgedruckten Schrift:„über Multiplikaiionskreise" Erwähnung thun, da dieselbe bleibendenEinfluß auf die Anwendung dieses bis dahin allgemein im Gebrauchebefindlichen Instrumentes nahm. In Zach'S Lore. sstron. machte Littrow