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Dritter Band.
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I. I. v. Littrow'« Biographie.

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zum Theile, um seine Mitbürger, welche er zugleich in mehreren ge-diegenen Schriften (Berechnung der Lebensrenten und Wittwenpensionen,Wien 1829; über Lebensversicherungen und Versorgungsanstalten, Wien1832 rc.) über diesen Gegenstand zu belehren suchte, durch diese ener-gische Maßregel zu warnen. Später als das Institut neue Vorstehererhalten, und diese sich von dem Eintreffen aller von Littrow voraus-gesagten Verschlimmerungen des Zustandes der Anstalt überzeugt hat-ten, wendete man sich neuerdings mit der Bitte um Hülfe an ihn,nahm nun seinen Rath willig an und hatte bald die Freude, dasInstitut von Jahr zu Jahr mehr gedeihen zu sehen. Durch dieseVorfälle aber war Littrow zu einer Autorität des Landes in ähnliche»Angelegenheiten geworden und fand noch häufige Gelegenheit, in die-ser Richtung zum bleibenden Wohle seiner Mitbürger zu wirken.

Im Jahre 1828 erhielt Littrow zum Zeichen der Anerkennungsowohl seiner ausgezeichneten Leistungen während des Aufenthaltes inRußland, als der Verdienste um die Universität Kasan in spätererZeit den St. Annenorden zweiter Klasse.

Nachdem Littrow sich schon seit einiger Zeit in seinen Mußestun-den belletristischen Arbeiten, zu denen er von Jugend an große Nei-gung gehabt, hingegeben und in die Jahrbücher der Literatur, Leip-ziger Lit. Zeitung, das Stuttg. Morgenblatt und verschiedene Aufsätzegeliefert hatte, von denen man hier eine Auswahl findet, wurde erim Jahre 1830 aufgefordert, an der achten Auflage deS BrockhauS-schen ConversationS-LexikonS als Mitarbeiter Theil zu nehmen, mußtediese Aufgabe aber bald anderer Geschäfte wegen einem seiuer Ge-hülfen übergeben und behielt sich nur die Revision der so entstandenenVerbesserungen und Vermehrungen vor, bei welcher Gelegenheit erdenn unter andern seine eigene Biographie, welche in den Suppler-mentbänden zur siebenten Auflage erschienen war, strich, so daß die-selbe in jener achten Ausgabe nicht vorkommt.

Im Jahre 1831 wurde der Herausgeber dieser Blätter, demhier die traurige Pflicht zufiel, den Nekrolog seines geliebten Vaterszu schreiben, zum Assistenten an der Wiener Sternwarte ernannt undkonnte so fortan auch im amtlichen Verhältnisse ihm unzertrennlich zurSeite stehen. Diese Ausnahme von den gegen gemeinschaftliche An-stellung von Verwandten in Oesterreich bestehenden Gesetzen, so wiespäter andere Begünstigungen seiner Familie und der ihm unterstehen-den Anstalt hatte Littrow hauptsächlich seinem Gönner, dem GrafenA. von MittrowSky, oberstem Kanzler und als solchem Chef deSösterreichischen Unterrichtswesens, zu verdanken, der, obschon er sonstmit ungewöhnlicher Strenge auf Formen hielt, Littrow immer mehrals seinen vertrauten Freund, denn als Untergebenen behandelte, undihm die zwangloseste Freiheit im Umgänge gestattete. Eine MengeBriese von des Grasen Hand, die uns vorliegen, zeugen von derAufrichtigen Zuneigung, die er für Littrow hegte, und der ehrendenAusnahme, die er mit ihm machte.

Im Jahre 1830 wurde Littrow in Gemeinschaft mit seinem