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Von der Sode.
§. 76.
Die im Handel vorkommende rohe Sode ist das Produkt, welches durch die Ver-brennung verschiedener Arten von Kalipfianzen, die an den Ufern des mittelländischenMeeres gebauet werden, entstehet. Man bereitet sie in Spanien, Frankreich , Sicüien,Syrien . 1 Auch eine geringere Sorte wird an den Küsten des Oceans, aus Pflanzen,die am Ufer gesammlet werden, gemacht; diese ist unter dem Namen Vareck bekannt.Indessen ist die Sode die in Spanien, in der Gegend von Alikante , bereitet wird, ammeisten geachtet. Das daraus gezogene Salz ist fast ganz reine Sode, die der Basisdes Meersalzes ähnlich ist. Endlich issder Handel auch noch mit einer neuen künstlichenSode bereichert worden, welche durch verschiedene neuerdings öffentlich bekannt gemachteVerfahrungsarten, das Seesalz zu zerlegen, erhalten wird. Diese Erfindung ist sowichtig, daß wir nichts »»verdienstliches zu thun glauben, wenn wir die Hauptsache amEnde dieses Absahes ausführlich einrücken.
Alle diese Arten von Soden befinden sich in harten, sehr dichten Massen. Siemachen ein Gemenge von in Wasser auflöslichen Salzen, von Erde, Kohlen, bis-weilen von ein wenig metallischen Oxyden, die alle unauflöslich sind, aus. Diese Sub-stanzen haben sich milder rohen Sode bey ihrer Fabrikation, durch das Schmelzen derSalze, genau vereiniget.
Will man die Salze aus der rohen Sode ausziehen, so ist es genug, sie mit einerhinreichenden Menge Wasser auszulaugen, welches das Salz aufnimmt; man dampfthernach das Wasser ab, und erhält die Salze auf dem Boden der Abdampfungsgefäße;man trocknet sie bey einem Reoerberirfeuer in einem Kalcinirofen.
Alle diese verschiedene Arbeiten müssen so ausgeführt werden, daß man die größt-möglichste Menge Salz in der kürzesten Zeit, und mit möglichster Erfparniß erhält.
Man zerschlägt erst die großen Sodetimassen mit eisernen Hämmern zu Stücken,die nicht über 1 — 2 Zoll dick find, und stampft sie in einer Scampfmühle zu feinemPulver.
Die so pulverisirte Sode wird hierauf durch Haarsiebe oder Messingdrahtsiebe, dieso fein wie Beuteltuch , dessen sich die Becker und Müller bedienen, find, gesiebet. Daswas auf dem Sieb zurück bleibt, kommt wieder unter die Slampfmühle zu der übrigenzerstückteu Sode, und wird von neuem gestampft; dieses Verntengen erleichtert dasPulverifiren dieses kleinen Gckrühes sehr, welches allein gestampft, wegen seiner rund-lichen Figur, der Wirkrmg der Stampfer leicht ausweichell würde.
» Man bauet zu dem Ende in Sicilien und Spanien , nach Beckmann, dir Salicornia Ksr-dacea und fruticosa , nach Andern das Kali majus cochleato semine. In Frankreich und England den Fucus vesiculosus, und salsola Soda, mit vielem Fleiß an, und machtbesonders i» Spanien beträchtliche Erndten. Man äschert die Pflanzen vor ihrer völlige»