Band 
Erster Theil.
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2 Vorbereitung, Beschickung und Eröffnung der Ausstellung.

fordcrungen zur Ausführung eines solchen Unternehmens dar. DieThätigkeit des englischen Volkes entwickelt sich seit einer Reihe vonJahren vorzugsweise im Gebiete der Gewerbe und des Handels. DieStaats-Einrichtungen keines anderen Volkes genießen in höheremGrade das Vertrauen der übrigen Völker; die Sicherheit des Eigen-thums läßt Nichts zu wünschen übrig. Die seit alter Zeit vorzüglichen,in der neueren Zeit aber noch um Vieles vervollkommneten Verkehrs-Anstalten, die in neuerer Zeit durch die Umgestaltung des Zolltarifsherbeigeführten Erleichterungen des Absatzes eröffneten für den aus-wärtigen Aussteller diejenige Aussicht, welche zu allen Zeiten dasmächtigste Reizmittel zur Beschickung von Ausstellungen bleiben wird,die Aussicht, auf diesem Wege die ausgestellten Erzeugnisse preiswürdigzu verwerthen und neue Absatzwege zu eröffnen.

Märkte, welche als der Ursprung der Ausstellungen von Industrie-Erzeugnissen angesehen werden können, haben seit Jahrhunderten inallen Theilen Großbritanniens in ausgedehntem Umfange stattgefundenund auch Allsstellungen für die Anschauung des Publikums begannenschon zeitig im 18ten Jahrhundert. Schon in den Jahren 1756 und 57eröffnete die polytechnische Gesellschaft ( Society kor Ulk Promotion okvVrts, Uainllllctures anck Oommerco) in London eine Preisbewerbung fürProben von Fabrikaten, von Teppichen, Decken, Porzellan und dergleichen,und wurden die zur Bewerbung eingesandten Gegenstände ausgestellt. Umdieselbe Zeit hatte die Königliche Akademie der schönen Künste in Lon-don , als eine Privatgesellschaft unter dem Patronat des damaligen Lan-desherrn, welcher dieses Patronat mehr in seiner persönlichen Eigenschaftwie als Haupt des Staats bekleidete, ihre Ausstellungen von Gemälden,Werken der bildenden Kunst und gestochenen Kunstwerken begonnen.

Seit dem Jahre 1820 wurden in jeder Hauptstadt des vereinigtenKönigreichs und in den bedeutendsten Fabrikstädten eine oder mehrereAusstellungen von Maschinell oder Fabrikaten veranstaltet und es magerwähnt werden, daß schon im Jahr 1829 die Königliche DublinerGesellschaft eine dreijährig wiederkehrende Ausstellung von Werkender Kunst, Wissenschaft und des Gcwerbfleißcs gründete, zu welcherindessen bis zum Jahr 1850 nur irische Erzeugnisse zugelassen wurden.Die Birminghamer Ausstellung im Herbste des Jahres 1849, welchevon Privat-Unternehmern, die selbst die Kosten trugen, veranstaltetwurde, lind in der Ausdehnung der zugelassenen Gegenstände sehrumfassend war, näherte sich am meisten dem jetzt veranstalteten Unter-nehmen. Alle diese Ausstellungen waren indessen lediglich Privat- oderstädtische Unternehmungen und keine derselben hatte eine amtliche odernationale Sanktion, mit alleiniger Ausnahme der Ausstellung vollGcwerbs - Erzeugnissen z„r Ausschmückung der Parlamentsgebäude,welche durch eine königliche Kommission sür Arbeiten der schönen Künsteveranstaltet wurde.