Band 
Erster Theil.
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§. 2. ErttenlMg der Kömglichett Kommissare.

für diesen Zweck, wenn die Zustimmung der Regierung erlangt seinwerde, vorgenommen werden,

Unterzeichnungen zu Geschenken Behufs der Ausführung des Un-ternehmens wurden sogleich organisirt. Man fühlte, daß die Angele-genheit vor die Oeffentlichkeit nicht als ein bloßes Projekt gebrachtwerden dürfe, sondern daß der einzige Weg des Gelingens sei, wennman sogleich zeige, daß man die Mittel und die Macht habe, die Aus-stellung auch wirklich zur Ausführung zu bringe».

Die polytechnische Gesellschaft hatte keine eigene Geldmittel für dieunvermeidlichen Vorschüsse, namentlich für den Bedarf zur Errichtungeines geeigneten Gebäudes und für die übrigen vorläufigen Ausgabenwelcher auf mindestens 70,000 Pfd, angenommen wurde. Nach frucht-losen Verhandlungen mit verschiedenen Architekten und Bauunterneh-mern wurde eine Uebereinkunft zwischen der polytechnischen Gesellschaftund den Banquiers Herrn Munday getroffen, durch welche die letztemübernahmen einen Fonds von 20,000 Pfd, zu den Prämien zur Ver-fügung zu stellen, ein passendes Gebäude zu errichten, die Bureau's fürdie Geschäfte einzurichten, das zu den vorläufigen Ausgaben erforder-liche Geld vorzuschießen und die Gefahr des Verlustes desselben untergewissen Bedingungen zu übernehmen.

Es kam nun zunächst darauf an, die Theilnahme des Gewerb-standes für das Unternehmen anzuregen, demselben einen volksthüm-lichen Charakter zu geben und der Staats - Verwaltung, von welcherman die amtliche Ernennung der Centralbehörde, den Schutz des Unter-nehmens und dessen Förderung bei den fremden Staatsregierungen inAnspruch nahm, die Ueberzeugung von dessen Werth und Wichtigkeitbeizubringen. Zu diesem Zwecke wurden von dem Prinzen Albert, alsVorsteher der polytechnischen Gesellschaft, im Herbste des Jahrs 1849aus den Mitgliedern der Gesellschaft Kommissare nach 65 der wichtig-sten Städte und Fabrikorte des vereinigten Königreichs ausgesandt,in denselben Versammlungen gehalten, Ortskommittees gebildet und dieUnterschrift von beinahe 5000 einflußreichen Personen als Befördererder Sache gesammelt.

Die Stimmung des Volkes in Hinsicht der Ausstellung und ins-besondere die Neigung des Gewerbstandes zur Beschickung derselben fandsich überaus günstig. Dem Prinzen Albert wurden die Berichte überdiefe Besuche der Fabrikdistrikte des Landes, über die Ansichten der lei-tenden Fabrikbesitzer und die gesammelten weiteren Nachrichten über dieVeranstaltung dieser Industrie-Ausstellung Behufs der weiteren Mit-theilung an die Königliche Staatsregierung eingereicht.

Nach Vorlegung dieser Berichte gefiel es der Königin den folgendenErlaß „betreffend die Förderung der im Jahr 1851 abzuhaltenden Aus-stellung von Werken der Industrie aller Völker" ergehen zu lassen, wel-ker in der London Gazette vom 4, Januar 1850 veröffentlicht wurde: