Band 
Erster Theil.
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20 Vorbereitung, Beschickung und Eröffnung der Ausstellung.

dem Obrist-Lieutenant Lloyd bestimmt. Die Klassifikation der Waren-arten, die Ernennung der Geschworenen und die Festsetzung aller aufdie Juries bezüglichen Gegenstände, waren von den Königlichen Kom-missaren besonders der Fürsorge des Dr. Playfair anvertraut, und indiesen wichtigen Geschäftszweigen hat er die werthvollsten und wirk-samsten Dienste geleistet. Wenn irgend Jemand außerordentliche undunermüdliche Anstrengungen der planmäßigen Durchführung der Aus-stellung im Ganzen und im Einzelnen geleistet hat, so war es Dr. Play-fair. Fast bei keiner Sitzung der Jurypräsidenten und der Gruppen derGeschworenen fehlte er: wenn er auch von den Anstrengungen desTages noch so erhitzt und fast erschöpft war, so fehlte ihm doch niedie Gegenwart des Geistes, welche das allgemein Wichtige und We-sentliche von den Fragen des Augenblickes und vorübergehende Interessenzu sondern, bei jenen die Grundsätze festzuhalten, bei diesen aber sichmit den Arbeitsgenossen in gutem Verhältnisse zu erhalten weiß. Auchbemühte er sich die Gegenwart so vieler einflußreicher Männer ausallen Theilen der Welt für dauernde Zwecke, z. B. für Herbeiführungeines freien Gedankenaustausches und Herabsetzung des internationalenPorto's, wirksam zu machen. Wir glauben nicht zu irren, wenn wirHerrn Henry Cole und !>u Lyon Playfair ein vorzügliches Verdienstfür die Aufrechterhaltung des universellen Charakters der Ausstellungauch in deren Resultaten beimesfen. Während der Dauer der Aus-stellung wurde unter den Aufpickn des Sir Henry de la Beche dieneue Bergbauschule in London errichtet, bei welcher Herr Playfair ge-genwärtig als Professor der Chemie angestellt ist.

Die Laufbahn des Obrist-Lieutenants I. A. Lloyd, des zweitenSpecial-Kommissars zur Verhandlung mit den Ortskommittees, wareine sehr bewegte und romantische. Er war noch sehr jung, als erschon in West-Indien das Leben eines Kolonial-Adjutanten durchmachte.Er besuchte mehrere Inseln, und durch seine dänischen Freunde, Baronvon Schotten und Admiral Bardenseldt, die damaligen Gouverneure vonSt. Thomas und St. Cruz, wurde er zuerst mit dem Spanischen Lebenin Puerto Rico vertraut. Da war es auch, wo er zuerst von derLandenge von Panama , und von der verlockenden Idee einer Verbin-dung der beiden Weltmeere las und hörte. Mit dem ungeduldigen Wunschedieses wenig bekannte Land zu durchforschen, kehrte er zurück, underhielt von seiner Regierung die Erlaubniß, Süd-Amerika zu besuchen.Er gefiel dem Libertador, „General Bolivar", und seine Dienste wurdenangenommen. Nach wunderbar überstandenen Gefahren finden wir denkühnen, jungen Soldaten endlich in der Hauptstadt von Columbia,unter der Sanction der Geistlichkeit, damit beschäftigt, die durch dasErdbeben verursachten Schäden auszubessern. Zur Belohnung für seineDienste, schickte ihn sein Freund und Gönner, General Bolivar, endlichnach Panama , wo er, nachdem er noch vorher mit genauer Noth wäh-