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§. 5. Aussteller aus Großbritannien und Irland.
Birmingham, gleich Manchester in der Nähe eines ergiebigenEisenstein- und Kohlenreviers, ohngefähr in der Mitte zwischen London und Liverpool gelegen, 1851 173,878 und mit Ashton 240,729 Ein-wohner zählend, zeigt wohl unter allen Fabrikstädten die mannigfal-tigste Gewerbthätigkeit. Seit alter Zeit werden hier die verschiedenstenEisen-, Stahl- und Messtngwaaren gemacht; man kann es dieHeimath der LZritischen Metall-Fabrikation nennen. Der Ver-brauch an Messtngwaaren hat in den letzten hundert Jahren stetszugenommen; man wendete sich mit Erfolg aus die Erfindung neuerFormen und Anwendung klassischer Muster. Die Einführung desStanzens insbesondere, welches zuerst auf die Vervielfältigung kleinererWaaren, als Knöpfe, Schnallen und Wandschrauben, später aber mitVerstärkung der Kraft auch auf die Hervorbringung größerer Formenangewendet wurde, hat die größte Veränderung in diesem Zweigehervorgebracht; Birmingham hat Etablissements, welche 2 bis 300,000Stempel zum Stanzen haben. Zur Verbesserung und Ausdehnung derFabrikation plattirter Waaren haben besonders die Herren Boulton undWatt beigetragen. Die Einführung einer neuen Metallmischung,genannt Albata oder kritisll plMe, hat hier einen bedeutenden Gewerb-zweig hervorgerufen. Auch das beliebte Britannia-Metall wird hierin umfangreichem Maaße bearbeitet.
Die Eisengießerei hat sich in Birmingham reißend verbessert undausgedehnt; während man früher nur hauptsächlich Küchenbedürfnisse,Oesen und Kamine verfertigte, ist man in neuerer Zeit zur Fertigungder feinsten und geschmackvollsten Ornamente und Hohlgefäße über-gegangen, welche letztere nach Erfindung einer geeigneten Färbung undPolitur die Stelle der kupfernen einnahmen. Das Eisenwerk zumAusstellungsgebäude wurde von der berühmten Birminghamer FirmaFor und Henderson geliefert. Die Fabrikation von blanken Masten,Gewehren und Kanonen, (für welche letzteren indessen, soweit dieKanonengießerei Privat-Industrie ist, Low Moore in Aorkshire denHauptsitz bildet) Knöpfen und Schnallen, lackirten, Gold- und Silber-waaren, der hier erfundenen Stahlfedern, der Messer, Schrauben,Nägel und Nadeln, der Glas- und Krystallwaaren, Schirmgestelle undSchirme, wird ebenfalls in großem Umfange betrieben. Die Zahl derBirminghamer Dampfmaschinen wurde 1849 zu 5400 Pferdekraftenangegeben, deren Arbeit ungefähr 86,400 Manns-Arbeiten gleichgeschätztwurde, und welche 380 Tonnen Kohlen täglich verbrauchten. DieBirminghamer Dessinateur- und Modellirschule ist sehr besucht undgeschätzt. Nahe Birmingham sind die früher so berühmten Sohowerke,von wo Matthew und Watt zuerst gelungene und zahlreicheDampfmaschinen durch die Welt verbreiteten H. Die Birminghamer Aussteller stellten gegen 50, und darunter alle bedeutendsten Gewerb-