Band 
Erster Theil.
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81
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8. 6. Beschickung aus den Britischen Kolonien. 81

Die kleinen aber industriösen Inseln Jersey und Gue rnscy, imKanal unweit der französischen Küste gelegen, hatten eine interessanteSammlung von geologischen Vorkommnissen, namentlich Graniten,womit mehrere Londoner Straßen gepflastert sind, Syeniten und andernBausteinen, chemikalische Erzeugnisse (Jodine), mechanische Modelle,auf der Insel Guernsey gewonnene Rohseide, Proben der dortigenVolkstrachten, Muschelarbeiten, Artikel von einem vegetabilischen Faser-stoff genannt „Han" und einen in Holz geschnitzten Schrank, darstellendKönig Johann, wie er die Na^aa Ollarta unterschreibt, eingesendet.Bevollmächtigte waren Hauptmann Walbanke ChilderS u, T. Clugas H.

Malta zeigte besonders Arbeiten von Stein, wie eingelegte Mar-mortischtaseln, und von edlen Metallen (Filigran), Rohseide, Waizcn undSaamenarten, Spitzen, Stickerei und moderne Maltheser Trachten. Be-vollmächtigter C. I. Gingell, Esq. von Valetta H.

Indien war, wie es nach Umfang und Einwohnerzahl alle anderenNebengebiete des Britischen Reiches überwiegt, auch am reichsten ver-treten: das indische Volk'), welches als das älteste aller Kulturvölkerzuerst die Wissenschaften und Künste der Civilisation Pflegte, von wodieselben nach Westen und vielleicht auch nach Osten wanderten, treibtnoch setzt eine umfangreiche Industrie. Die Jndier fahren fort, Wis-senschaften und Künste zu schätzen, welche sie nur dem Namen nachkennen, und Gewerbe zu üben, deren leitende Regeln sie nicht verstehen,und dies mit einer Geschicklichkeit, welche nicht allein wegen ihrer sehrfrühen Entwickelung und Vollendung, sondern auch wegen der Festigkeitmerkwürdig ist, mit der sie sich durch so viele Jahrhunderte erhalten hat.

Indien erzeugt zugleich alle die Rohstoffe, welche seine kunstreichenHände in nützliche Waare oder zierlichen Schmuck verwandeln, und beidein früher äußerst geringen Handel war die Industrie dadurch bedingt.Ohne die Baumwolle wären Indiens Schleier von gewebter Lust,sprichwörtlich in England rvells ok rvoveir all' genannt, nicht entstan-den; ohne seine zahlreichen Baumrinden, Farbhölzcr und Blumen wäredie Färberei und die hier erfundene Kattundruckerei nicht möglich ge-wesen. Von hier hat der Indigo seinen Namen und die blauen Strei-fen des Mumienkleides liefern den Beweis über den frühen Handelzwischen dem Lande seiner Heimath und EgYPtcn. Indischen Zuckerwischten schon die Griechen mit ihrem Honig, und die Judier wurdenvon Lateinern als solche, welche „süßen Saft aus zartem Rohre saugen"("inllrwt tenera äulees all aruackllrv srreeos"), beschrieben. Persiens altes Sprichwort „ Gib eine indische Antwort" — gleichbedeutend miteinem Schwerthicbe — bekundet das Alter der Indischen, auf einhci-wisches Erz begründeten Stahlraffinerie; auch Schicßpulvcr soll schonin einem früheren Zeitalter in diesem Lande, wo der Salpeter so inUrberflusi ist, erfunden sein.

Außerdem besitzt Indien eine unendliche Anzahl von Rohstoffen

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