§. 17. Britische Metalle und Kohlen. 217
I. Stirling in London hat verschiedene, gut aussehende Legie-rungen von Eisen mit Zink, Zinn, Blei oder Kupfer ausgestellt, überderen nähere Zusammensetzung aber nichts bekannt geworden ist.
Johnson und Matthey in London haben eine Sammlung vonreinen Metallen, Legierungen und Präparaten des Platinas, Osmiums ,Iridiums und Rhodiums ausgestellt; sowie des Urans, wie es zurErzeugung der schönen gelben Farbe des Glases einen sehr gesuchtenArtikel in England bildet.
ck. Nicht-Metallische Mineralien.
1. Steinkohlen und Koaks.
Steinkohlen, dieser mächtige Hebel der Englischen Industrie, sindebenso massenhaft in der Ausstellung vertreten, als deren Verbreitungallgemein ist. Die auf der westlichen Seite vor dem Gebäude ausge-stellten Kohlenstücke sind zum größeren Theile in einer Masse aus derganzen Mächtigkeit des Lagers herausgehauen, und geben nicht alleinritten Begriff von der Beschaffenheit der Kohle, sondern auch von der Größeder Fördcrvorrichtungen, die es gestatten, so mächtige Massen ausansehnlichen Tiefen zu Tage zu bringen, woraus man wohl berechtigtist, den Schluß zu ziehen, daß der Verbrauch dieses Materials ein sehrbedeutender sein muß, da er es erlaubt, so große Vorrichtungen zu dessenGewinnung zu gründen.
Unter den Ausstellern zeichnen sich besonders aus:
E. Oakley in Flintshire hat aus dem 9 Fuß dicken Kohlenflötzceinen Block von circa 300 Centner gewonnen, der aber ausnehmenddiele und zum Theil starke Nieren von Schwefelkies enthält.
Haines, Richard und Söhne zu Tipton in Staffordshirehaben ein Kohlenstück von 9^ Fuß Höhe und 260 Centner schwer,aus einem Schachte von 495 Fuß Tiefe gefördert, ausgestellt.
Camerans Coalbrook Steam Coal-Kompanie sandte einStück Kohle unter dem Namen Steam Coal aus der Nähe vonSwansea .
R. Narrow - Staveley Works in Derbpshire lieferte den»nichtigsten, aus einer Tiefe von 459 Fuß geförderten, Kohlcnblock,dessen Gewicht auf 320 Centner geschätzt wird. Auch sind hierbei miteiner Säge in etwa 8 Zoll große Würfel geschnittene Kohle ausgestellt,die sich zu Verschiffungen und zum Gebrauche in Dampfbooten be-sonders eignen sollen, da sie sich leichter stauen lassen und in einemgegebenen Raume mehr Brennstoff enthalten, als aufgelockerte Kohlen.
Se. Königliche Hoheit Prinz Albert stellte aus der WestWemyss Colliery in Fifeshire in Schottland einen zwar weniger mäch-tigen Kohlenblock aus, der aber für diese Art der Kohle als Seltenheitanzusehen ist. Es ist die, in Schottland mit dem Namen ParrotEval bezeichnete, Varietät der Kannelkohle, welche wegen ihrer Dichtig-