Band 
Erster Theil.
Seite
227
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8. 18. Die Englischen Kolonien. 227

in sich enthalten, ohne bis jetzt den Nutzen daraus zu ziehen, den sie,nach der Reichhaltigkeit des Vorkommens zu schließen, zu geben imStande sein würden. Bedenkt man aber die Lage der Kolonien in zumTheil sehr heißen Klimaten, wo die ohnehin dünne Bevölkerung dieschweren und anstrengenden Arbeiten, wie sie der Bergbau erfordert,uicht leicht gegen die leichteren Feldarbeiten, bei denen die Natur selbstdas Beste thut, vertauschen wird, den gänzlichen Mangel aller billigenTransportmittel und vieler anderer nothwendigen Erfordernisse, so ist^ kaum anders zu erwarten, als daß eine ausgedehnte Nutzbarmachungder reichen unterirdischen Schätze, wo nicht gerade sehr viele günstigeUmstände zusammentreffen, noch einer fernen Zukunft vorbehalten bleibt.

1. Die Ost indischen Kolonien haben unter ihren Einsendun-gen manche Produkte, welche demnächst unzweifelhaft von großemNutzen für das Land sein werden. Dahin gehören namentlich Steinkoh-len und Braunkohlen, augenscheinlich von guter Qualität. Es sinddiese beiden Fossilien bis jetzt in zehn verschiedenen Provinzen des In-dischen Festlandes in mehr oder weniger zahlreichen und mächtigenFlöhen nachgewiesen.

Eisensteine, als Roth-, Braun-, Magnet- und Chromeisensteinvon vorzüglicher Reinheit, die aber nur in einem äußerst beschränktenMaße mit Fsolzkohten auf Roheisen verschmolzen werden, welches zumgroßen Theile nach Einstand ausgeführt und daselbst in Eisen undStahl umgewandelt wird. Nach dem äußeren Ansehen des ausgestell-ten Stahls zu urtheilen, dürste derselbe dem aus Schwedischen Eisenerzeugten wohl nicht nachstehen.

Die Chromeisensteine werden ebenfalls nach England ausgeführtUnd zu Chrompräparatcn benutzt.

Interessant ist die, durch die Ostindische Kompanie bewirkte, Aus-stellung der Eisengewinnung in ihrer ersten Kindheit, wie sie zum TheilNoch jetzt in einigen Theilen Indiens , durch Reduction in Tiegeln oderkleinen transportabeln Oefen ausgeführt wird, wobei die „Wootz", einstahlartiges Stabeisen, erhalten werden, welche das Material für denberühmten ächten Orientalischen Damast liefern.

Zinnerze, daraus gewonnenes Zinn von Malacca , Grauspießglanz-erz und gediegen Antimon, so wie eine Sammlung von Kupfer- undBleierzen von Borneo bilden den wichtigeren Theil dieser Ausstellung.Aber auch die Sammlung der nicht metallischen Fossilien, welche Mar-wor, Serpentin, Granit, Porphyr, Gyps, Lithographirsteine, Achat,Chalcedon, Amethyst, Granat, Saphir , Korund, Kaolin, Alaun, Sal-peter u. in verschiedenen Varietäten enthält, sind sehr beachtenswerth,wiewohl außer dem Korund, der als Polirmittel der Metalle benutztwird, den Salzen und Schmucksteinen keine allgemeinere Verwendungdavon gemacht zu werden scheint.

2. Australien mit den benachbarten Inseln von Neu-Sce-

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