Band 
Erster Theil.
Seite
287
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8. 38. Norb-Eilropa. K. 39. Amerika. 8. 40. Schliißbeiiierkungeit. 287

§. 39 .

Amerika .

Power und Weightmann aus Philadelphia haben eine pracht-volle Ausstellung, namentlich von vielen Alkaloiden und deren Salzen,auch den bei uns mindestens wenig gebrauchten, wie valeriansaurcsMorphin rc. geliefert. Große Gläser voll Mcnispermin (?), Piperin,Narcotin, Morphin n. machen sie zu der wcrthvollsten von allen. Oballe diese Produkte rein, ob das Menispermin wirklich diese Substanz,müssen wir dahingestellt sein lassen, da wir nicht in der Lage waren,eine nähere Untersuchung vorzunehmen. Jedenfalls zeigt diese Aus-stellung, daß man in Amerika nicht Willens ist, ferner diese feinerenchemischen Produkte aus Europa zu beziehen. Auch die GebrüderWetterhiel aus New-Mrk hatten eine gute Ausstellung von Salzenfür den pharmazcutischen Gebrauch geliefert. Von der größeren Fabri-kation, die doch bereits auch in Amerika in einem ganz ansehnlichenMaaßstabc betrieben wird, sind keinerlei Proben geliefert. Von New-Nersey ist ein nicht sehr schönes Zinkweiß, von Husband in Phila-delphia gebrannte Magnesia eingesandt.

Schon am Eingänge dieses Abschnittes haben wir zu rechtfertigengesucht, daß ein näheres Eingehen auf die von verschiedenen außereuro-päischen Staaten eingesandten Pflanzenstoffe, welche zu Medizinal-zwccken Verwendung finden, nicht stattfinden könne. Eine oberflächlicheUntersuchung konnte kein Resultat liefern, eine genaue und gewissenhaftewar unter den obwaltenden Umständen unmöglich durchzuführen. Dienicht erwähnten Staaten haben bezüglich der chemischen Fabrikationnichts Nennenswerthes gesandt.

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Schlußbemerkungen.

Wie täuschend auch in vielen Fällen die Schlüsse sein müssen,welche nur nach Beobachtungen über die Schönheit und Masscnhastig-keit gezogen worden sind, in denen irgend eine Fabrikation sich auf Aus-stellungen zeigt, das Bild der chemischen Fabrikation Englands, wie siesich im Glaspallast stellte, muß ein treues genannt werden.

Die enorme Ausdehnung der mechanischen Fabrikation fordert ent-sprechende Quantitäten von der chemischen, und letztere hat durch dieBegünstigung, theils des leichten Absatzes, theils der außerordentlich billi-gen Anschaffung der wesentlichsten Rohmaterialien in England in man-cherlei Beziehungen großen Vorsprung über die chemischen Fabrikenanderer Länder gewonnen. Brennmaterial, Schwefel und Kochsalzmögen mit Recht als die Nahrungsmittel für die chemische Produktionbetrachtet werden. Die sprüchwörtliche Billigkeit und ausgezeichnete