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§. 61 . Hanf und andere Gespmustpflanzen.
6 Spinnstoffe ans P fl a u z e n st e u g e l n.a. Hanf (6annal»is sativa !,.).
Das vorerwähnte bei den Vorbereitungen der Ausstellung in London gebildeteSektions-Kvmmittoe für das Pflanzenreich stellte ans: Petersburger, Rigaischen,Auierikanischen, Aegyptischcn, Indischen, Manilla und Italienischen Hanf.
Inder deutschen Abtheilung zeigte der Laudwirthschaftliche Vereinder goldenen Ane zu Slmgcrhanseu rohen und gereinigten Hanf und mancherleiFabrikate ans einheimischem Hanf; und Krieg in OdelShofen guten Badische!!Schleißhanf, der Crntncr zu 18 Gulden im Mittelprcis.
Der Belgische 1850er Hanf Von I. L. Gilta zn Appels in Oststandern,Banbogaert und P. I. Bau Riet z» Mocrzeke und Verhelft zu Grembergenui Oststandern war sehr schön.
Oesterreich hatte Von Birnbaum in Pesth und der Maschineuspinnereifu Schönberg in Mähren Hanf und verschiedene Seiler- und Wcberarbcitcn ansBöhmischem, Italienischem und anderem Hanf ausgestellt. In diesem Reich wird dasjährliche Erzengniß an Hans dem an Flachs gleich über 1,200,000 Ctr. jährlich ge-schätzt, wovon 500,000 auf Ungarn und Siebenbürgen, 225,000 auf Kroatien, Sla-vonien und das Banat, 484,000 Ctr. auf Galizien , 58,600 Ctr. auf das Vcuetia-»ijche, 57,150 Ctr. auf die Militairgränze kommen; dennoch wird der innere Bedarf»och nicht gedeckt, indem in den Jahren 1843 — 47 jährlich 100,900 Ctr. eingeführt"der nur 34,700 Ctr. ausgeführt wurden.
Der vom Sektionskommittöe ausgestellte Italienische Hanf ist ausgezeichnetschön und feilt aber in der Stärke nicht der vorzüglichste.
Aus Frankreich hatten Besnard, Richonr und Genest aus Angers ,Maine und Loire , vorzügliche Proben von Hanf und daraus gefertigte Scilcrarbeitenfür Schiffsgebranch eingesandt. Lainö, Laroche und Mar, so wie Joubert-Bonnaire und Comp., beide zu Angers,brachten rohen und gchechelten,Ha»f undFlachs, deren Borzüglichkcit ans dem daneben gelegten Garn, Segeltuch, Kanevas,Zeltdecken, Fenermannschaftszeng nnd Bcinkleiderzcug dargelegt wurde.
Die Spanische Ausstellung zeigte schöne Proben Granadischcn Rohhanfcs undgehechelten Hanf von Granada (Caldera» zn Granada), Valenzia (Graf vonEipalda), Segovia, Sagarossa und Murcia . Die Preise nnd Mengen sind ver-schieden; den von Catalaynd, welcher im gehechelten Zustande zn 70 Realen für dieArroba verkauft wird, schätzt man zn 80,000 Arraken jährlich, man verspinnt ihngrößtentheils zn Segeltuch in Königlichen Fabriken. Der Hanf von Valencia wirdui dem ersten Zustande der Zubereitung die Arroba zn 54 Realen, und gehechelt ersteQualität zn 100, zweite zn 80 Realen verkauft; geringe Qualitäten hat man znRealen. Der Hanf von Mnrcia wird gehechelt zn 34 bis 38 Realen für dieArroba verkauft.
Auch war Hanf von Niederland, Rom nnd Portugal eingesendet; vonkommerzieller Bedeutung sind diese Erzeugnisse nicht.
Aus Rußland hatte Kosma Filemenow, Kaufmann zn Ritsk >m Gon-üernemcnt Zaroslaff, Hanf, den Centncr zn 1 Lstr. 31; Sch., der Fürst W olkonskyund der Landwirth Kraschcnenekow, beide zu Sevsk, Gouvernement Orel, Hanfk- »nd II. Güte ausgestellt.
Der vom Sektions-Kommitto'e präzentirte Rigaer Hanf war lang, fein, stark,don guter Qualität und hat anch im Handel einen entsprechenden Namen; er schienseiner und reiner als der Petersburger, welcher letztere sich ausnehmend trocken unddürr anfühlte, was vorthcilhaft zur Aufnahme von Theer erscheint, nachdem er zuTauen verarbeitet ist.