Band 
Erster Theil.
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430
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430 IV- Klaffe. Vegetabilische und thierische Stoffe.

pimn), aus Meernt, wird in Ostindien auch zu Firniß und in Zitzdrnckereien ver-wendet.

Eine kleine Sammlung von Gummi-Arten in Flaschen aus Sarawäk anfBorneo-II. Trockne Harze.

Die hier zunächst zu betrachtenden trocknen Harze dienen theils als Klebe-mittel. Formstoff und hauptsächlich als Firnisse zu gewerblichen Zwecken, theils die-nen sie der Heilknnst, theils zu Parfümerien und Räncherwerk.

Unter den Hartharzen für gewerbliche Zwecke ist das Harz der gemeinen Föhre,der Schwarzführe. Kienföhre und anderer Föhrenarten, der Fichten. Tannen undLärchen, welches durch die Harzscharrer oder Pechler gesammelt und auf Theer undP e ch verarbeitet wird, besonders wichtig. Der in den Pech- oder Theeröfen gewon-nene rohe Theer wird darauf in kupfernen Kesieln der Destillation unterworfen, wo-durch Kienöl und zuletzt das Pech als harziger Rückstand gewonnen wird. Pech warvon Portugal und der Türkei ausgestellt.

Von trocknen Harzen war auch das Harz aus Bombay, welches Soondroos.und im Europäischen Handel Animi, Anime, von der Menge Insekten noch lebenderSpecies, welche es in sich zu schließen Pflegt, genannt wird, in der Indischen Abthei- 'lung aufgestellt. Es wird aus dem Persischen und Arabischen Meerbusen nach Bom-bay ein- und nach Europa wieder ausgeführt. Das Soondroos ist ein ErzeugnisAfrika's und ein Einfuhr-Artikel von Aden. Der Baum, welcher es liefert, ist nich^sicher bekannt. Man hat dieses Harz öfter dem Hülsen- oder Heuschreckenbaume <ll) 'woiisea Lourbarit), so wie der Vaieria imlica, Dhoop-Baum, zugeschrieben, allemdiese letztere gewährt ein flüssiges Harz, welches in England unter dem Name»Line/ varnislich Fichtenfirniß, bekannt ist. Einige schöne Proben hiervon sindFlaschen aus Malabar und Canara eingesendet worden, und befinden sich in einemhalbflüssigen Zustande. Andere sind trocken und bilden eine reine Harzmasse. Ei»grünlich gefärbtes Harz aus Coorg, dessen Ursprung unbekannt ist, erscheint ebenfallsals sehr rein und dürfte, wie das vorhergehende, zur Herstellung von Firnissensich eignen.

Unter den Indischen Harzen befand sich Dammar oder Dammarputi, Steinharzoder Katzenaugenharz, der Ausfluß der starken Kampherreder (^anl treo, 8korenrobust»), die außer der reichsten Ausbeute an Harzen auch ein unschätzbares Bauholzliefert. Es kam aus Bengalen und Bhagulpore und wird zu jeder Anwendung vonHarz, so wie zur Betheerung des Bodens Indischer Boote benutzt. Bekannt ist rsin Indien unter den Namen von rat und «llioon». Die Benennung Dammar ist denallgemeine Name für Harz, wird aber auch sehr hänsig zur Bezeichnung des Harzeseiner Tanne, ') der Laminar» anstralis, gebraucht, von welchem Proben aus Ma­ lakka , Java und Sumatra eingesandt worden sind.

Drachenblut, Uesina s-wzuis llraconis, aus Aden, von der Somali-Küste ein-geführt, einblutrothes, hauptsächlich zum Rothfärben der Firnisse, Lacke, Polirinittelund Pulver, auch des Marmors, verwendetes Hartharz. Verwandt damit istllnrcn» (Ilomba)'), das Produkt einer Art Rotang, llracaona Orac» L., welchesan der nördlichen und nordöstlichen Küste Sumatra's und in einigen Gegenden vonBornes wächst, und in kleinen Quantitäten nach Bombay verführt wird. Im Händefindet man es in ovalen oder runden Tropfen in Blättern der Schwertlilie einge-wickelt, oder in größeren und gewöhnlich unreineren Massen, die ans kleineren Thräne"zusammengesetzt sind. Es hat innerlich wie äußerlich eine dnnkelrothe Farbe;

Pulver zerstoßen nimmt es eine helle Karmoisinfarbe an; schwarzfarbiges hat »>Msehr geringen Werth. Es hat eine geringe Durchsichtigkeit und wenig oder gar ke>-neu Geruch und Geschmack. Ist letzterer vorhanden, so findet man ihn harzarllbund zusammenziehend. Dem in Kuchen geformten ist das gewöhnliche Drachens"