Band 
Erster Theil.
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447
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8- 73. Mohair-Wolle, thierische und Menschen-Haare. 447

Rennthierhaare, zum Sticken einer Tischdecke Verwendet, waren aus Kanada (28k>) eingegangen.

In der Indischen Abtheilung waren: Ziegenhaare, aus Thibet (Imim midist»!»),türkische (Tiblnt), Persische HIstastnn) und Hindostanische (kaslim); I,o»a kargn(IstalebaK) , weiße Ziegenhaare Von der besten Sorte; Imme nakg« (Xalotmk), dunkleZiegenhaare von der besten Sorte; Bit-bit Varkt-rnüi, Ziegenhaare aus Parkend:t lbbit lil-otani, Ziegenhaare aus Khotc; Bit-bit B--rk:-ni, Ziegenhaare aus Tnrfan(Provinz der chinesischen Türkei , wie der Jllnstr. Katalog angiebt); Bmm-K»I, Haareder „tsvs-- Antilope, und ein Stück von der Haut dieses Thieres.

III. Beim Roßhaar unterscheidet man die kranscn und gestreckten Sorten.

Die znr Weberei von Haardamast und anderen Haartnchen bestimmten Haare

werden vorher durch Eintauchnng in alkalische Flüssigkeiten gewaschen und geweicht,und dann gefärbt. Sind sie Von der gewünschten Farbe und Weiche, so gehen sie*wn da auf den Webstnhl. Znr Seilerei kann das Pferdehaar ohne weitere Vorbe-reitung gebraucht werden. Haare zum Polstern Pflegen vorher ausgesotten zu werden,wodurch auch die Elastizität gewinnen soll.

-i. Aus den Niederlanden hatten Catz und Comp. zu Amsterdam gezogenesRoßhaar zu Bivlinenbogen; andere Proben, darunter ungewöhnlich lange zur Weberei^M Kntschenzeng; auch Proben von gewöhnlicher Länge znr Weberei von Sitz- undBankbezügen; kurze znr Weberei von Sicbbödm und Fertigung von Bürsten; auchgesponnene, besonders elastische und ordinaire Qualität znr Polsterung Von Stühlen»nd Matratzen.

b. Russisches Roßhaar erster Qualität hatten die Gebrüder Aleris»nd Basil Scmenoff und Faleyeff aus dem Gonv. Kalnga eingesandt; weißes"»d schwarzes Roßhaar I. Zolvtoreff daselbst; der Fabrikant A. Bezronkav-uikoff Sokoloff zu Petersburg sandte zubereitete Roßhaare für Möbel undMatratzen; P. Jvanosf von St. Petersburg sandte Roß- und andere Haare, ge-bleicht und ungebleicht nnd karmoiflnfarbig.

r. Auch aus Clbcrfcld, Hamburg (Krüllhaare, d. h. gesottene Roßhaare zumPolstern), Belgien, der Schweiz , England und Bandiemensland waren glatte nndkranse, rohe nnd zubereitete Roßhaare eingesandt.

IV. Schweine- nnd Elephantenhaare sandten Deutschland, Rußland ,Belgien, Indien .

->. Aus dem Zollverein brachte der Ackerbanlehrer C. Hucke zu Alach beiErfurt reife Schweincborsten, abgenommen Von zwei Zuchtsauen verschiedener Rare1850 i,„ Monat Jnli, in welcher Zeit sich die Schweine haaren; sie sind also einstanz reifes Produkt, was von den in gewöhnlicher Art und Weise, durch Abrau-pn nach dem Brühen, durch Ausraufen Vor dem Brühen oder durch Abschneidendein- Leben entnommenen unreifen Borsten abweicht, und denselben vorzuziehen ist.

Handwerker, welche Borsten verarbeiten oder, wie z. B. die Schuhmacher zumArbeiten gebrauchen, ziehen die nngebrühten Borsten den gebrühten vor, weil jeneelastischer sind, als diese; noch elastischer als die gewöhnlichen sind ganz reife Borsten.

Die Abnahme der Borsten von dem Schweine bei gehöriger Reife ist sehr zuempfehlen. Die Sängethiere wechseln jährlich ihre Haare, und das Schwein machtdavon keine Ausnahme; es können mithin die Borsten alljährlich abgenommen wer-de», wodurch man ein vorzügliches Rohprodukt erhält.

Nur die jährigen Borsten sind reif und diese sind, namentlich Von den .Jucht-ene», i„ vorzüglicher Güte zu erhalten, wenn man sie mehr zähmt, als es bisherstewöhnlich war.