Band 
Erster Theil.
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z. 76. Thran, Wallrath.

bedeutend ist. und nicht, wie in Europa , durch Hanföl, Rübol, nordischen Thran w.,ändern höchstens durch Speckvl im geringen Maaße ersetzt werden kann. Da aberauch fgx Europa ein namhaftes Quantum Südseethran zu einem unentbehrlichen Be-dürfnisse geworden ist, so wird es wichtig sein, in Bezug auf diesen Artikel nichtbänzlich von den Vereinigten Staaten abhängig zu werden. Zn England hat mandiesem Geschäfte geringe Aufmerksamkeit zugewendet, und die wenigen direkt vomdiutterlande ausgehenden Schiffe beschäftigen sich mehr mit dem Fange von Sperm-wchen. Frankreich , welches den direkten Fang durch eine Art Prohibition fremden Thra-nes begünstigt (sowie auch in den Vereinigten Staaten ein Zoll von 20 Proz. vomWerthe auf fremden Thran fällt), ist in dem Geschäfte nicht unthätig. Deutschland dagegen wird nur durch Bremen vertreten. Obgleich man sowohl im Zoll- wie im^teuerverein den direkten Fischfang durch eine Ermäßigung des Zolles möglichst zubegünstigen getrachtet, so sind doch die Seitens der Ostsee und Hannovers vor einigenwahren begonnenen Unternehmen liegen geblieben. Hamburg fing das Geschäft miti>vei Schiffen an und hat es nicht fortgesetzt, desgleichen Flensbnrg; nur Bremen ^at ausgeharrt und scheint das Geschäft hier im kleinen Maßstabe ein nationaleswerden zu wollen. Wenigstens ist zu hoffen, daß der jetzige Stamm von sechs Bre­ mischen Schiffen, deren jedes zwischen 3 5000 Tonnen Thran ladet, erhalten bleibe,bamit der späteren Erweiterung nichts im Wege stehe, indem es keineswegs gleich-gültig sein kann, ob man in in einem unentbehrlichen Handelsartikel gänzlich vonNneu, fremden Lande unabhängig ist. Für Russische Rechnung sind in diesem JahretMei Schiffe von Bremen ausgerüstet worden.

Die Gesammttragfähigkeit der vorgenannten sechs Bremer Schiffe beträgt unge-fähr 25,ogo Tonnen Thran, welche zu 20 Rthlr. einen Werth von einer halbenMillion Rthlr. haben ').

Stockfischleberthran (kvciliver oil), dieses unschätzbare Mittel für Schwind-süchtige und für Drüsenkranke aller Art, war von Neufundland als ein Hauptpro-bukt dieses Landes, dessen Meeresumgebung sich durch Fischreichthum auszeichnet, und

das Einzige, was diese Kolonie brachte, ausgestellt.

Auch Dickson und Comp. von Edinburg sandten Sangfisch-, Meerrochen-Und Leberthran, sowie Leberthransalbe.

Auch Norwegen liefert vorzüglichen Leberthran vom Dorsch und verwandtenRch arten.

Je nachdem der Leberthran a. durch freiwilliges Ausfließen, b. durch kalte Pres-OOig der Lebern, c. durch Kochen der Rückstände aus der kalten Pressung gewonnenüürd, ist er hellgelb, klar braun oder undurchsichtig schwärzlichbraun von Farbe. Dieerstere Sorte ist für den Medizinalverbrauch die vorzüglichste, die andern beiden werdenhauptsächlich in der Gerberei angewendet.

See-Elephanten und Oel von demselben war vom Kap ausgestellt. Der See-elephant, klloca probosciäea, auch 6/stopllora probosciiiea, ist der größte ausbr>u Geschlechte der Seehunde, und ist durch einen angeschwollenen herabhängendenSüffel ausgezeichnet, welchen das Männchen erheben und ausdehnen kann, daher der^aiue, welcher dieser Gattung der Seehunde beigelegt ist. Der See-Elephant ist aufbru Inseln der Südsee oder des Antarktischen Oceans einheimisch, und wird 30 bis^0 Fuß lang; R. Clarence in der Kapstadt erhielt für seine Sendung von See-^lephantenöl die Preismedaille.

VlI. Wallrath.

Freeman, Meffrs., 3 Wigmore St. Cavendish-, Fabr., zeigte feines durch-sichtiges Wallrath und Wachs, auch Wallrath- «nd Wachskchte mrt geflochtenenbebten, und sonstige Kerzen und Nachtlichte; auch rasfinirtes Oel w.

T. I. Miller, Dorset Wharf, Westminster, Jmp. und Fabr., Wallrathöl aus