Band 
Erster Theil.
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500 V) Klasse. Betnebsmaschnien, Eisenbahngegenstände u. Wagen.

Zwei solcher IHi-IüiKÜies sind 1838 von der Herzoglich BraunschweigschwEisenbahn-Direktion von Forester in Liverpool acqnirirt worden. Zn jener 3«Uhatte man schon viele solcher Maschinen in England, allein sie genügten nicht, weildamals das Bedürfniß nach größerer Fahrgeschwindigkeit und Zugkraft rasch zunahm-Die bemerkten beiden Braunschweigschen Maschinen wurden auch später zu gewöhn-lichen Lokomotiven umgeändert.

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Dampfmaschinen zum Betrieb von Fabriken und Manufakturen-

Von solchen Dampfmaschinen, welche nicht — wie die beiden vor-hergehenden Abtheilungen — zu eigentlichen Tranöportzwecken, sondernhauptsächlich zum Betrieb von Fabriken und Manufakturen, kurz zueigentlich gewerblichen Zwecken dienen, und von uns im Allgemeinenmit dem Namen „ stationaire Maschinen" bezeichnet wurden, befindensich im Ganzen 30 im Gebäude aufgestellt, wobei wir jedoch die blosfür landwirthschafttiche Zwecke bestimmten sog. transportablen Dampf-Maschinen nicht mit zählen. Jene Maschinen waren, soweit sie sich iuder Englischen Abtheilung befanden, zum größten Theil in Bewegung,und versahen den Betrieb der in ihrer unmittelbaren Nähe aufgestelltenanderen Maschinen. Nicht alle in dieser Abtheilung aufgestellten undim Gange befindlichen Dampfmaschinen waren übrigens als Ausstel-lungsgegenstände zu betrachten, es befanden sich vielmehr einige nachälteren Systemen gebaute, und gerade nicht mit besonderer Sorgfaltausgeführte Maschinen darunter, welche lediglich den letzterwähntenZweck erfüllen sollten und daher hier keine weitere Beachtung verdieneN-

Bevor wir zur Besprechung der ausgestellten Dampfmaschinenübergehen, wollen wir einige Worte über die Erzeugung und Fortlentung der zu ihrer Bewegung dienenden Dämpfe vorausschicken. Ausder Südseite des Ausstellungsgebäudes und 150 Fuß davon entfernt,befand sich das Kesselhaus, welches im Allgemeinen nach demselbenPrinzip, wie das Ausstellungsgebäude selbst, konstruirt war. Dasselbewar 96 Fuß lang, 24 Fuß breit und enthielt drei Abtheilungen, vondenen die längste zur Aufnahme von acht Dampfkesseln, und die beidenanderen für Brennmaterial bestimmt waren. Eine große, aus Guß-platten zusammengesetzte Wassercisterne wurde von den Scheidewänden,welche die vorbemerkten Abtheilungen bildeten, getragen. Diese Cisteruehatte 21 Fuß im .Quadrat und 4^ Fuß Tiefe, enthielt hiernach etwasüber 55^2 Tonnen Wasser. Die Kessel waren nach verschiedenen SY-stemm konstruirt; theils waren es Röhrenkessel (ähnlich den Lokomotiv -kesseln), theils waren andere weniger gewöhnliche Konstruktionen dabeiangewendet. Des einen, von Galloway in Manchester gelieferten undeigenthümlich konstruirten Kessels werden wir weiter unten noch zu er-wähnen Gelegenheit finden.