Band 
Erster Theil.
Seite
505
JPEG-Download
 

8- 86. Damfmaschilim zmn Betrieb von Fabriken ». Mannfaktnren. 505

Halbeylinder, in dessen Achse der in Zapfen drehbare Kolben sich bewegt, indem derDampf vermittelst einer Schiebervorrichtung nach der einen und andern Seite desKolbens geleitet wird. Die Bewegnng der Kolbenachse wird mittelst einer Pläucl-ftange nnd Knrbel auf die Schwnngradwelle übertragen.

Wir haben im Vorhergehenden nur die aus Englischen Fabriken ausgestelltenhationairen Dampfmaschinen angeführt, nnd haben jetzt noch derjenigen zu erwähnen,welche aus anderen Ländern eingesandt worden sind. Die Zahl derselben beträgt»ur sechs, nämlich drei aus Frankreich, zwei aus Belgien nnd eine aus Oesterreich .

Aus Französischen Fabriken war eine sehr kleine sünfpferdige Maschine von

W. Flaud in Paris , sowie eine größere liegende Maschine von Cail und^omp. in Paris ausgestellt, welche letztere ganz besonders zmn Betrieb des vondemselben Fabrikanten ausgestellten Vakuum-Apparates für Zuckersiedereien konstruirtsis- Ferner eine zehnpferdige rotirende Maschine von I. P. Pierret in Paris .

Aus Belgien lieferte die Sociötö John Cockerill in Seraing , außer denübrigen bereits erwähnten Maschinen, eine Hochdruck-Dampfmaschine von 16 Pfer-den mit stehendem Cylinder und Kuliffenführnng, oben liegender Schwnngradwelle undr>»er, mit dem Regulator in Verbindung stehenden Erpausionssteuernng nach demMeyerschen System. Die Maschine hat ferner eine Einrichtung zur Benutzung desentweichenden Dampfs zur Heizung von Trockenräumen, sowie einen Apparat zurErhitzung des Speisewaffers vermittelst trocknen Ansströmens von Dampf. Bondemselben Etablissement war noch eine kleine vscillirende Maschine von 3 Pferden,dessen Cylinderdurchmesser 4^ Zoll nnd Kolbenhub 12 Zoll beträgt, ausgestellt.Diese niedliche Maschine ist in eigenthümlicher Weise koiuponirt, mit einem Röh-r«i-Dampfkessel in Verbindung gebracht, nnd soll zur Beziehung in Gärten be-stimmt sein.

Die aus Oesterreich ausgestellte Dampfmaschine ist von H. D. Schmidt inWien . ist eine Maschine, im Allgemeinen von ähnlicher Anordnung, wie dievorbemerkte Cockerillsche, mit vertikal stehendem Cylinder, Knliffenführnng, obenlic-gender Schwnngradwelle, eigenthnmlichcin, sogenanntem parabolischen Regulator unddamit in Verbindung stehender Erpausionssteuernng.

Außer den im Vorstehenden namhaft gemachten Dampfmaschinen sind noch mch-t«e Dampfpnmpen ausgestellt, deren wir wenigstens noch zu erwähnen haben.Solche Pumpen haben hauptsächlich den Zweck, mit Lokomotiv - oder Schiffskesseln»> Verbindung gebracht zu werden, um dem Kessel während momentaner Stillständeder Maschine das inzwischen verdampfte Wasser wieder zu geben; dieselben können"ber auch zum Betriebe von kleinen Wasserpnmpen für irgend einen andern Zweckverwendet werden. Da sich keine besondere Veranlaffnng sinket, über eine bemerkens-werthe Konstruktion der zur Ausstellung gesandten Dampfpnmpen etwas anzuführen,so können wir uns auf eine einfache Erwähnung derselben hier beschränken. Dieausgestellten Dampfpnmpen sind nämlich von Will. Garret, Elliot in London ,dessen kleine Maschine sich im Gange befindet, nnd wegen ihrer höchst einfachen und^veckmäßigen Konstruktion besonders hervorgehoben zu werden verdient, ferner von-kames Samuel in London, Sociötö John Cockerill in Seraing , JohnPenn in Greenwich, und von Würden in Stettin geliefert.

In der Ausstellung befindet sich eine ziemlich große Zahl von Dampfina sch i-ven-Modellen. Die überhaupt erwähnenswerthen Modelle von Schisssmaschinen undLokomotiven haben wir bereits au den betreffenden Stellen angeführt, und wir hättendaher nur noch das zu erwähnen, was in Bezug auf Modelle von stationairen Maschinenirgend bemerkt zu werden verdient. Es rednzirt sich jedoch dieses auf ein sehr Ge-ringes. Zwar ist eine Anzahl zmn Theil sehr kleiner gehender Maschinchen vor-handen, welche theils mit Modellen von verschiedenen anderen Maschinen inVerbindung gebracht sind und diese betreiben; es zeigt sich jedoch bei solchen Mo-