§. 101. Lokomotiv- und Wagenräder.
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Nr. 558,Ein,
arren, ein Lokomvtivtreibrad mit eingelegten Stahlbacken, um dasgreifen in die Schienen zn Meineiden und das Gleiten zn vermindern.
Von Rädern mit Holzkonstruktion waren nicht nur mehrere an den ausgestelltenWagen z,, sehen, sondern auch einige besonders ausgestellt. In England am meistendieser Sorte Räder angewendet findet man: Nr. 713, Wharton. Es ist eine
Vlochrad, zusammengesetzt aus 6 Holzsegmenten in fast kreisförmiger Form,
Art
Gänschen gußeiserne Keile, die mit Schrauben angezogen werden können und das. a»ze zusammen halten; auch eine besondere Nabe. Sie scheinen zn komplizirt und^halb wandelbar. Indessen sind sie auf mehreren Bahnen, wie z. B. auf der Lon-°>l-Birminghamer Bahn schon über 2 Jahre im Gebrauche, und haben sich der-!^ße,i bewährt, daß auf der gedachten Bahn viele hundert solcher Räder neu ange-werden. Die Eigenthümlichkeit der Konstruktion soll gerade der Wandelbar-n der gewöhnlichen Blochräder, welche durch das Losewerden der Holzsegmentemils h, der theils am llnterreif entsteht, Abhülfe thun. Der Konstruktion^ ch ist dies allerdings möglich; denn durch das Anziehen der Schrauben können diebtsförmigen Segmente immer fest gegen den Unterreif und Nabe gepreßt werden.
Mehr Vertrauen verdienen rücksichtlich der Dauer und Haltbarkeit die Blochräder
Mansell, Nr. 715. Ihre Konstruktion ist derjenigen sehr ähnlich, welche anchreren Orten in Deutschland ausgeführt wird. Diese Räder haben aber eine andere"d verstärkte Nabe, und am unteren Reif zn beiden Seiten Flantschen, welche das/ "che Losgehen der Holzsegmente verhindern. Bei diesen Rädern kömmt es haupt-"chlich auf die gute Präparation des Holzes an. Es ist zn bemerken, daß die"be viel gxgß/x ist, als sie bei uns in Deutschland gemacht wird, ferner daß die^isegmente zahlreicher und daher die äußere Peripherie gegen die innere weni-
, verschieden ist, wodurch offenbar die Faserrichtung^sier verwendet wird.
der Segmente vortheil-
. . -Durch Schraubenbolzen an der Nabe und an der Unterreif-
^chherie wird das Rad verstärkt.
H Noch ist ein Holzspeichemad von Creaves ausgestellt; es verdient weiter keinec.^^ung. Noch ist zu bemerken, daß mehrere der bedeutendsten Englischen Räder-Ukanten nichts ausgestellt haben.
Fr übrigen Staaten haben wenig an Rädern der Ausstellung zugesendet,d'änkreich, Nr. 1557, Cail, schmiedeisernes Lokomotivrad; der Zollverein Nr. 473bx und Comp. von Hörde, ein Räderpaar mit Röhrenachsm und Schei-
'üäd^ oon anerkannter Konstruktion; und Amerika , Nr. 509, Edds, gußeisernescheibenrad, das alle Aufmerksamkeit verdient; indem solche Räder dort vielfach an-^dndet werden. Ueberhaupt haben es die Amerikaner in der Fabrikation gußeiser-Näder sehr weit gebracht; die Abnutzungsfläche der Räder ist sehr hart und sinddiele bekannt, daß solche Räder in 4—5 Jahren bei starkem Gebrauche sich fast-^"ht abnutzten. Hinsichtlich der Haltbarkeit ist freilich bei uns die Besorgniß"ber, als sie sich in der Wirklichkeit begründet findet.
^»sichtlich der Räderfabrikation, ist, was die Wagenräder anbetrifft, Deutsch-i»d völlig unabhängig vom Auslande; nicht so ganz hinsichtlich der Lokomotivräder,bin die Bandagen noch sehr viel, namentlich von England bezogen werde». Es2 ..^^vendig', daß hinsichtlich der Verfertigung von Bandagen, insbesondere imd^ ^'nn, noch mehr Anstrengungen von Seiten der Fabrikanten gemacht werden, um^gesteigerten Anforderung des Betriebes wenigstens insofern zu genügen, als eS^ Ausland vermag. Namhafte Summen gehen noch nach England und Belgien ,w abgesehm noch von denjenigen Deutschen Staaten, die nicht zum Zollvereinboren und die durch geringe Zollsätze veranlaßt, einen großen Theil dieses Betriebs-die m der fertigen Räder und Achsen, aus England beziehen. Was nun
zur q "°n fertigen Rädern, Achsen, Bandagen -e. anbetrifft, so kann Deutschland mit England ohne Zollschutz nicht wohl konkurrimi.