Klaffe. Betnebsmaschinen, EisenbahngegenstÄnde u. Wagen.
und seit langer Zeit anwenden, hergestellt. Indeß nicht auf die bei uns üblicheArt und Weise; bei uns erhält die Laschenverbindung immer eine Unterlage, nämlicheinen geeigneten Stnhl oder Platte, welcher auf das Querholz befestiget ist. Hierläßt man die Laschenverbindung frei, ohne Unterstützung, nur stellt man die benach-barten Stühle so nahe als thnnlich zusammen. Zuweilen verstärkt man diese Stoß-verbindung noch durch einen eisernen Klemmstuhl, der aber weiter keine Unterlagehat, sondern nur die Enden der Schienen von unten umfaßt, und ihnen eine schwe-bende Unterlage geben soll.
Wir bezweifeln, daß auf diese Weise die Laschenverbindung den gehörigen Erfolghat, und halten die bei uns übliche Art der Anwendung für besser. Es ist zu be-merken, daß die meisten der ausgestellten Stühle und Verbindungen probeweise aufkurzen oder längeren Strecken mehrerer Eisenbahnen angewendet werden, und, so vieluns bekannt geworden, noch nirgend ein entscheidendes Resultat für oder gegen ihreBrauchbarkeit und Zuverlässigkeit gewonnen worden ist. Es möchte aber noch anzu-führen sein, daß ein Französischer Aussteller, Nr. 1710, gußeiserne Stühle mit Me-tallfütterung, wahrscheinlich Messing, ausgestellt hat. Es sollen die eisernen Keilebesser halten, indeß wird dies schwerlich Nachahmung finden.
Schließlich verdienen die von Ramson und May, Nr. 640, ausgelegten Pro-ben von gepreßten Holzkeilen und Dübbelu eine besondere Erwähnung.
Hier dürste es ferner am Orte sein, von der Präparation des Holzes zu Qner-schwellen, um denselben eine längere Dauer zu geben, so weit es Bezug auf die Aus-stellung hat, das Erforderliche anzuführen. Bekanntlich hat man in England schonsehr früh und zuerst angefangen, die Qnerschwellen zu präpariren, und zwar zuerstmit einem Qnecksilberpräparat. Diese Methode war theuer, unvollkommen und fürdie Gesundheit schädlich; später sind andere Methoden eingeführt worden, und inEngland die großartigsten Anstalten der Art in's Leben getreten, um nicht ein Eisen-Lahnholz, sondern insbesondere Holz für den Schiffsbau -c. zu präpariren. Die Ver-fahrungsweisen und Einrichtungen sind bekannt, und in Deutschland , wo die Zerstö-rung des Eisenbahnholzes in erschreckender Weise vor sich geht, ist man ebenfallsüberall bedacht, das Holz zu präpariren.
Wegen der in England gebräuchlichsten Vorrichtungen und Verfahrungsartcnwird auf das oben (S. 415) Mitgetheilte Bezug genommen. Nur Boncherie,Frankreich (oben S. 416), hatte nach seinem bekannten Verfahren zubereitete Hölzerund seine Vorrichtung in Thätigkeit hingestellt; die Erfolge seiner Methode für Ei-senbahnhölzer sind bekannt, und zeigen Proben von der Wirksamkeit und Präparation.
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Rolltische oder Schiebebahnen.
Sie dienen bekanntlich dazu, um durch eine seitliche, normal auf die Richtungder Geleise stehende Bewegung, Eisenbahnwagen auf ein anderes Geleise zu bringen.Gewöhnlich find sie, namentlich wie bei uns in Deutschland , mit versenkten Grubenin Verbindung. Diese versenkten Gruben, sowie die Dnrchschneidung der Hauptgeleise,sind mit mannigfachen Nachtheilen und Unannehmlichkeiten verbunden und man hatschon vielfach die gewöhnliche Einrichtung der Rolltische zu verbessern und ohne ver-senkte Gruben herzustellen gesucht, und sind solche Einrichtungen mehrfach in Deutsch-land zur Ausführung gebracht worden. In der Ausstellung sind 3 solcher Rolltische,zum wirklichen Gebrauche angefertigt, ausgestellt.
Nr. 501 von Z. K- Brünel für die Great Western-Eisenbahn mit den breit-spurigen Geleisen; ferner Nr. 618 von Dünn und Nr. 624 vonOrmerod, beide fürEisenbahnen von gewöhnlicher Spurweite. Für alle drei sind keine Gruben nöthig; auch