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Erster Theil.
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542
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542 V- Klasse. Betriebsmaschiiien, Eisenbahngcgenstcinde u. Wagen.

Rolltischeinrichtung zeigt. Bei derselben ist die Anordnung getroffen, daß der betref-fende Theil der Schienen des Hauptgeleises, beim Traversiren des Rolltisches, durchHebclwerk niedergelassen werden kann und so die Bewegung des Rolltisches auf denQuergeleisen ohne Anstand vor sich gehen kann. Diese Einrichtung ist aber älterwie die bereits erörterten Dnnnschen Vorrichtungen und keineswegs so einfach undbillig wie diese.

§. 108.

Drehscheiben.

Von Drehscheiben ist eigentlich nichts Besonderes ausgestellt. Im Großen aus-geführt ist eine gußeiserne Drehscheibe, Nr. 640, von Ransom und May. IhreEinrichtung ist bekannt und bei uns schon mehrfach für kleine Drehscheiben ange-wendet. Sie besteht der Hauptsache nach ans drei horizontalen Hauptabtheilungen.Erstens zu untcrst ans dem Fnndamental-Kreisgeleise; zweitens ans einem cylindri-schen Gerüste, in welchem die Laufrollen und deren Achsen liegen, welches sich sammtRollen und Achsen um das Centrum des Kreisgeleises bewegt, so daß bei der Drehungdes Rolltisches die Rollen des Gerüstes eine wälzende Bewegung annehmen und nichtwie gewöhnlich bloß die drehende Bewegung, wodurch jedenfalls die Bewegung leichtergemacht würde; endlich drittens zu vberst aus der Rolltischplatte mit den Geleisen,die sich um dasselbe Centrum, auf den Rollen ruhend, herumdrehen läßt.

An Modellen sind mehrere Drchscheibevorrichtnngen anschaulich gemacht.

Dünn, Nr. 618, hat zwei Modelle ausgestellt.

Ein Modell zeigt die Einrichtung einer Drehscheibe für vierrädrige Wagen, ohnedie Anlage einer Grube, wie das bei den gewöhnlichen Einrichtungen nothwendig ist,erforderlich zu machen. Aehnliche Einrichtungen hat man auch bei uns. Das andereModell zeigt eine Drehscheibe mit besonderer Feststellung. Gewöhnlich ruht die Roll-tischplatte mit den Geleisen beständig und selbst während der Bewegung der auf- oderabzuschiebenden Wagen auf den Laufrollen der Drehscheibe, wodurch leicht die Lauf-rollen oder deren Achsen, ja selbst die Drehachse des Rolltisches, Beschädigungen er-halten können. Bei dem vorliegenden Modelle wird die Rolltischplatte durch dieUnterschiebung einer Unterlage mit Keilen von den Rollen gehoben und frei gemacht,und dadurch so fest gelegt, daß sie sich nicht drehen kann, also zugleich arretirt. DieDrehscheibe wird nur beweglich, wenn die Keilnnterlage weggezogen wird. Die Be-wegung der Keilnnterlage geschieht durch angeordnetes Hebelwerk am Rvlltisch.

Eine andere Drehscheibe hat unter Nr. 688 Grceuway Charles im Modellevorgelegt. Auch diese Einrichtung ist bei uns in Deutschland , jedoch auf etwas ab-geänderte Weise, versucht worden. Wie bei der Drehscheibe Nr. 640 ist ein Mittelrahm-werk vorhanden, welches sich um das Centrum der Drehscheibe bewegt und in mehrereAbtheilungen getheilt ist, in welchen Mctallkngeln und Rollen abwechselnd liegen undans welchen die Drehscheibenplatte ausruhend bewegt wird.

Endlich ist auch ein Modell von einer hydrostatischen Drehscheibe vorhanden,nämlich von Leadbetter, Nr. 6S0, ausgestellt. Für Deutschland wegen des Frierensschwer oder gar nicht anwendbar.

K. 109.

Weichen oder Ausweichevorrichtungen (Erzentriks).

Von diesen Vorrichtungen hat nur England Ausführungen im Großen undModelle vorgelegt. Die im Großen ausgeführten Weichen sind sogenannte selbst-