Band 
Erster Theil.
Seite
543
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§-108. Drehscheiben. §.109. Weichen. §.110. Wasserkrahnen. 543

blende und die bei uns bekannten Znngenwcichen. Diese Vorrichtungen leiden alleder starken Abnutzung und können nicht solide genug gemacht und hinreichendfestigt werden. Auch müssen sie immer sehr rein von Schmutz oder Schnee gehalten^rden, um sicher wirken zn können. Es sind drei solcher Weiche» ausgestellt, Nr. 642,«43 und Nr. 644.

Nr. « 42 , von P. M. Parsous und Perccval eingerichtet für die gewöhn-ten doppelt V-Schienen und für Barlows Patentschiencu, wovon später die Redewird; ferner auch die dazu gehörige Kreuzungsspitze für doppelt ^Schienen. Zus» Zungen und zn der Spitze sind besonders gestaltete und starke Schienen angefer-st und verwendet. Anf die Befestigung der Kreuznngsspitze ist besondere Sorgfalt^wendet; sie scheint sehr solid zu sein und hat auch die Einrichtung, die Answechse-"ug der Spitze, ohne die Unterlage und Fundamente blos zu machen, leicht beschaffenkönnen.

Nr. 643, von William Raines ausgestellt, hat verschieden lange Zungen,,, He sich st, die etwas eingeschnittenen Schienen einlegen, wie das ohnehin bekannt'N' Zu den Zungen sind ebenfalls besonders gelegte Schienen verwendet.

Endlich Nr. 644, von Keuuard; ebenfalls eine gewöhnliche Zungenweichc; sie^3t aber anf solidem gußeisernen Plattenfnndameut.

Dahin gehört ferner, Nr. 803, Beckers Solk-aetmA rmlrva)- »iellng stag. SieWaltet das Passiren der Wagen nur nach einer Seite; nicht aber, ohne besondere^udhM,ng, ei» Zurückgehen derselben und soll, bei den in der Nähe befindlichen^Ochen und Kreuzungen angelegt, das Zurücklaufen der Wagen in das Hauptgeleisezufälligen Stoß verhindern, so daß die zur Seite oder in den Kreuzungen steheu-W Wagen mit den das Hauptgeleisc passirenden Wagen nicht in Kollision kommen^n»e». Nnn folgt eine Reihe von Modellen, die eigentlich nicht den Zweck haben,Weiche,Instruktionen, sondern Vorrichtungen zn zeigen, die in Verbindung mit denWeiche,, zugleich als besondere Sicherheitsvvrrichtnngen für vorkommende Fälle au-ssehe,, find. — Von diesen Modellen ist eigentlich nichts weiter anzuführen. Schließ-^ Zählen wir noch hierher das Modell von Stevens und Sohn, Nr. 60g, wo-W noch weiter unten die Rede sein wird. Wir führen es nur deshalb hier an, weilNh'kbe die Einrichtung veranschaulicht, wie anf vielen Stationsplätzen der englischenNsnbahnen, von einem Orte aus, durch einen besonders beauftragten Mann, die^>chen für die Hauptgeleise innerhalb eines oft beträchtlich großen Terrains dirigirtu»d gestellt werden, so daß dieser Weichensteller 6 bis 8 Weichen von seiner erhöhtenribstne, wo er Alles gehörig übersehen kann, handhabt. Es ist nicht zn leugnen,uß unter Umständen diese Einrichtung zweckmäßig ist; jedoch ist in Betracht zu ziehen,"b sie kostbar in der Anschaffung und Unterhaltung ist und wieder neue VeranlassungWk>, kann anderweitigen Unordnungen. Bei uns kommt es auch vor, daß oftu„d mehr Weiche» von einem einzigen Weichensteller übersehen und gehandhabt"erden müssen, ohne diese Einrichtung. Er muß von einer zur andern laufen, und>ube„ die Lokomotivführer besonders zn achten, daß die Weichen richtig stehen.

Z. 110.

Wasserkrahnen.

,, Es ist „nr ein einziger von Ransom und May, Nr. 640, ausgestellt. ErZeichnet sich jedenfalls durch gehörige Solidität aus und ist noch insbesondere mit.^«'- Einrichtung versehen, vermittelst welcher, durch die Stellung des Ausgußrohres,Wasserznflnß nach dem Tender ohne weitere Vorrichtung zum Oeffnen und Schlie-der Ventile herbeigeführt oder gehemmt wird, auch zugleich das überflüssige"sür in die Ableitungsröhren gelangen kann. Es ist nämlich eine schiefe Ebene