gtzO V- Klasse. Betriebsmaschinen, Ei'senbahngegenstänbe u. Wagen.
Kasten und Gestell sind reich mit Schnitzwerk verziert und ist sämmtliches Eise»*werk des Wagens, die Radreife ausgenommen, vergoldet.
Die Garnitnr dieses Phaetons ist aus schwarzem lackirten Leder angefertigt,und bekundet derselbe in allen Theilen eine sehr fleißige Arbeit; nur konnten >»ssden Vergoldungen keinen Beifall schenken und hätten wir an deren Stelle dem bla»gefeilten Eisen Vorzug eingeräumt, ebenso wie wir etwas größere Fußtritte de>»Ganzen besser entsprechend gefunden haben würden.
Z. 124.
Russische Droschke» und Phaetons.
Die aus Rußland zur Ausstellung gekommenen drei Drosken oder Wourstebringen wir, als mit den Phaston's etwas verwandt, noch in diese Wagenklasst'thun aber dieses weniger ihrer Vorzüge als ihrer Eigenthümlichkeiten wegen.
Die eine von Gebrüder Peter und Jonas Jakoleff zu St. Petersburg abstammend, ist offen, einsitzig und einspännig, hat Kutschbock, vier niedere Räderund violette Sammtgarnirung.
Ihr Kasten hängt an vier 6 Federn; es ist der Vorder- mit dem Hinterwage»durch eine Langwitte verbunden und ist ihr Preis 47^ Lstr.
Die zweite ist von Basile Rabvnoff in St. Petersburg angefertigt. Sieist mit grünem Sammt gefüttert, und gleicht sie, diese Garnitnr ausgenommen, dervorstehend beschriebenen in allen Theilen. Ihr Preis ist 55 Lstr.
Die dritte ist von Gebrüder Toubiakosf in St. Petersburg ; sie ähnessebenfalls den vorstehend erwähnten, ist aber etwas breiter als diese, so daß zw^Personen darauf Platz zu nehmen vermögen, und ist sie mit grünem Seidenst^garnirt.
Dieser Garnirung und der größeren Breite ungeachtet, ist ihr Preis gegen dübeiden andern nur 45 Lstr.
Mit den zuletzt besprochenen Phaetons schließt die allgemeine Klaffe der Wage»-
§. 125.
Omnibus, Krankenwagen, Todtenwagen, Schlitten,Draisinen, Lastkarren.
Als Spezialitäten von mehr vorübergehendem Interesse sind zunächst ztchOmnibus zu erwähnen, von denen sich der eine durch bedeutende Größe und fl^ßige Arbeit, der andere aber durch die Absonderlichkeit seiner Eingangsthüre, welcheletzteren wir aber keinen Beifall zu schenken und dieserwegeu sie nicht zu empfehltvermögen, auszeichneten.
Der ausgestellte Krankenwagen, welcher auf einer ungewöhnlichen 3»hvon Federn ruht, hat den Transport einer leidenden Person zum Zweck, welcheauf einem Bette liegend, von hinten eingeschoben wird, während neben ihr nochzwei Plätze für die mitfahrende Bedienung frei bleiben.
Verschiedene Kranken- oder Jnvalidenchaischen sind mit drei Räder'»versehen und für solche Personen bestimmt, die ihres Fnßwerks sich nicht zu bediene»vermögen und die dieserhalb vou Dritten sich müssen fortbringen lassen.
Die von Schillibeer in London ausgestellten zwei Todtenwagen habe»nicht allein Raum für den Sarg, sondern auch noch solchen für ungefähr sechs büLeiche zum Kirchhof begleitende Personen.