§. 130. Britische Aussteller. 569
Aussteller außer einem Garn-Doublirstuhl, eine Spülmaschine, eine Scheermaschinemehrere selbstthätige Webestühle ausgestellt. An letzteren, welche 120 bis5l> Schläge mit der Lade verrichteten, war die mit Stiften besetzte Brustwalze zurAbgabe auf die darunter befindliche Zeugwalze mit ihrer Regulirvorrichtung, dem-"üchst aber die kleinen mit Stachelrädern versehenen selbst fortsetzenden Spannstücke^chfi zweckmäßig ausgeführt.
Die eine bedeutende Fläche einnehmenden und während der Ausstellung in fort-führender Thätigkeit erhaltenen Maschinen dieser Aussteller wurden durch eine, von^ick und Sohn in Bolton konstruirte Opferdige Dampfmaschine in Bewegnng ge-Diese sowohl, wie auch die Uebertragung ihrer Bewegnng an die verschiedenenMaschinen, auch Wellen, Räder, Riemen w. erregten mit Recht alle Aufmerksamkeiturch die Einfachheit und Sicherheit, mit welcher sie arbeiteten.
Unter Nr. 6 hatten Parr, Curtis und Madeley in Manchester mehrere
Baumwollverarbeitiiiig dienende Maschinen, in Kratz-, Doublir-, Grob- und^rspi„nmaschinen, sowie in drei selbstthätigen Mules bestehend, ausgestellt, brav^sud tüchtig gearbeitet und dem Rufe entsprechend, dessen dieselben sich auch auf demnestiande erfreuen. Die zuletzt genannten Mules waren zur Formung der Spulen-°chte mit dem Sharp-Robertschen Quadranten versehen, und die Vorspinnmaschineschneie sich insofern aus, als die conoidischen, zur Spindel- und SpulendrehnngWenden Räder, und zwar die größeren mit aus Gutta-Percha gepreßten Zahlt-agen versehen waren, die in einer Ruth der gußeisernen Scheiben ihre.Hal-"fg hatten.
In derselben Weise waren die unter Nr. 14 von Higgius und Sohn inSalfvrd ausgestellten Maschinen, in einer Vorspinnmaschine mit 72 Spindeln undk>Ner selbstthätigen Mule mit 600 Spindeln bestehend.
Die auch auf dem Festlande wegen ihrer vorzüglichen Leistungen in fü» die'OMimwollverarbeitung gehörigen Maschinen bekannten Mechaniker hatten außer den^Nannten Maschinen auch solche für die Verarbeitung von langem Flachs ausge-bt. Dieselben bestanden in einem ersten Durchzuge mit vier Köpfen, einem zweiten
vier Köpfen und eben so vielen Zügen, einer Vorspinnmaschine mit vier Köpfen"»d 60 Spindeln mit Regulatorwerk, und in einem Spinnstuhl mit 144 Spindeln^ beiden Seiten. Sämmtliche erwähnte Maschinen waren mit großer Sorgfalt aufnsten Gessxtlen erbaut, und zeichneten sich die zur Vorbereitung dienenden Maschinenkriki aus, daß die Thätigkeit eines jeden Kopses außer Thätigkeit gesetzt werden"ante, sobald ein Band brach. Dies geschah durch Ausrücken eines Hebels, durch"chen die Radübertragung aus dem durchlaufenden Betriebe ausgesetzt wurde. Beibr Vorspinnmaschine bestand das Neue in der Zusammensetzung der Regulirvorrich-""3, die in beschwerten Rahmen hing, so daß der endlose Riemen zur Uebertra-^3 der Bewegung von einem Kegel auf den andern in stets angemessener Span-^3 erhalten wurde.
Die als ausgezeichnet genugsam bekannte Maschinenbau-Anstalt von Gebrüderharp in Manchester hatte unter Nr. 15 eine, von Dannforth in Amerika erfundene» "schine, eine Trostle von 72 Spindeln ausgestellt. Das Eigenthümliche dieser Ma-llhine, deren Spindeln 7000 Umdrehungen per Minute machten, bestand darin, daßf Spindeln nur durch Friktionsscheiben mitgenommen wurden und keine Flügelhatte». In Stelle der Flügel waren kleine Stahlringe angeordnet, welche in ge-futhkte,, Ringen auf einer Bank nachliefen, welche mit solchen Oeffnungen versehen^n, daß die Spindeln durch dieselben hindurch ragten und durch Steigen und"llen das Aufspulen zuließen.
. ,Die Ausführung dieser Maschine war mit einer Genauigkeit und Sauberkeit°f>rkt, die vollkommen den Ruf bethätigten, welchen diese Fabrikanten haben.
Die von Macindoe in Glasgow unter Nr. 24 ausgestellte selbstthätige Mule