Band 
Erster Theil.
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570
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570 VI. Klasse. Fabrikmaschmen.

hatte nur wenige Spindeln im Wagen, und war nur wegen des Betriebsapparatesvorgelegt. Dieser, in sich lösenden und einsetzenden Kuppelungen bestehende Ap-parat sollte in dieser Anwendung aber Neues und Eigenthümliches zeigen; indessenwaren diese Aenderungen der Bewegungen so hart und die ganze Maschine erschüt-ternd, daß sie schwerlich für die Dauer eine genügende Sicherheit bieten kann.

I. Harrison in Blackburn hatte unter Nr. 18 einen mechanischen Webestnhlfür glatte, und einen andern für geköperte baumwollne Waare ausgestellt; außerdemaber einen Handstütz!, wie solcher vor 50 Jahren gebräuchlich war. Die Verglei-chung dieses alten Exemplars in seiner Unbeholfenheit und schwerfälligen Bewegungstellte so recht die mächtigen Fortschritte dar, welche innerhalb dieser Zeit diese me-chanischen Verrichtungen gemacht haben. Es war aber auch in der That über-raschend, die neuen Stühle ihre 150 bis 180 Schläge in der Minute mit einer Si-cherheit und Genauigkeit vollbringen zu sehen. Die aus schraubenförmig gezacktenStäben von 1^ Zoll in hohlen Rinnen, statt selbst fortsetzender Tempel, angebrachtenSpannstöcke, sowie die mit Sandstaub versehenen Walzen, welche zur Mitnahme desZeugbaumes dienten, erfüllten die Aufgaben aufs das Beste.

Die in diesen Hülfsmitteln für die Weberei seit einigen Jahren gemachten Ver-besserungen waren zunächst den erwähnten Stühlen durch drei von Hornby undKenworthy in Blackburn unter Nr. 20 ausgestellte Modelle in ^ natürlicherGröße, von einem Scheerrahmcn, einer Schlichtmaschine und einem mechanische»Webestuhle nachgewiesen.

Am Scheerrähmen war eine vorwärts und eine rückwärts arbeitende Betriebs-einrichtung angebracht, um beini Reißen eines Fadens letzteren durch Gewichtsstange»in Anwendung bringen und das Auffinden erleichtern zu können.

Die Schlichtmaschine war eine einseitige, mit Starketrog und rotirender Bürsteversehene; der mechanische Webestnhl aber mit denjenigen Verbesserungen ausgestattet,deren bei den Stühlen von Harrison Erwähnung geschah.

Für die Verarbeitung.von Wolle zu Streichgarn hatte Mason in Rochdale unter Nr. 10 ein Assortiment Maschinen, in einer Vor- und einer Feinkratze undeiner Feinspinnmaschine mit 180 Spindeln bestehend, ausgestellt. Die Kratzmaschinenweichen von den sonst üblichen darin ab, daß die Vorkratze kein Vlies liefert, sonder»dasselbe zur Seite einem Paar Walzen zuführt, die es in Bandsorm einem Wickel-werk (conüensor) überliefern.

Die Feinkratze verarbeitet kein Vlies, sondern die von dem Wickelwerk empfan-genen und neben einander aus einen runden Stab aufgesteckten gewickelten Bänder.Dieselbe ist mit zwei Kammwalzen versehen, die, wie die bekannten cvntonuos, durchBänder in 42 Ringe abgebunden und eben so viele Bänder an eine Rollvorrichtung,aus zwei über einander gleitenden endlosen Riemen bestehend, abgeben, von welchersie auf Spulen auflaufen, die der Feinspinnmaschine vorgelegt werden.

Das Abführen des Vließes von der Vorkratze nach dem zur Seite angebrachte»Abzugwcrk, und das Aufwickeln der Bänder soll, wie die Erfahrung gelehrt hat, sehrwesentlich zur Erzielung eines guten Streichgarns beitragen.

Der Verfertiger dieser Maschinen, welche im Rufe stehen, hatte außerdem einesehr zweckmäßige Schleisvorrichtung für die Arbeits- und sm Walzen der Kratze»,und endlich einen mechanischen Tuchwebestuhl ausgestellt. Letzterer war mit sehrzweckmäßiger Vorrichtung zur Bewegung der Geschirre für glatte und geköperteWaaren, und außerdem in dem Schützenkasten der Lade mit solchen federnden Klem-men versehen, durch welche das Einfängen des Schützes nicht allein, sondern auchsein Auslaufen erleichtert wurde.

Zur Erzeugung von Kammgarnen hatte Donisthorpe in Leeds unter Nr. ^0eine seiner Kreiskämmmaschinen ausgestellt. Wie bekannt, müssen dieser MaschineBänder, welche nach seinen Grundsätzen mit Streichmaschinen hergestellt oder durch