§> 141. Vorbemerkungen zn Werkzeugmaschinen zur Metallbearbeitung. 587
Unter denen vor allen England, Frankreich , Deutschland und die Ver-einigten Staaten zu nennen sind, an dieser Vervollkommnung des Werk-zeugmaschinenbaues Antheil genommen haben, was nur dann möglichgewesen sein würde, wenn alle gleichmäßig vertreten gewesen wären.^Mß dies nicht der Fall war, und daß die Ausstellung im Werkzeug-maschinenbau fast nur als eine Englische betrachtet werden konnte, istMehr zu bedauern als befremdlich, da sich der Ueberführung dieser Ma-rinen eine größere Anzahl der in diesem Berichte mehrfach erwähntenHindernisse entgegenstellten, als bei anderen Fabrikaten. Einen nothdürf-Ugen, wenn auch durchaus noch nicht genügenden Ersatz für die man-gelnde Repräsentation der Mechanik aller Nationen kann eine Ver-g^eichung der Londoner Ausstellung mit den unmittelbar vorangegan-genen Ausstellungen in Paris , Berlin und Leipzig , sowie die gleichzei-tige Berücksichtigung der über den Entwickelungsgang der mechanischenIndustrie veröffentlichten literarischcn Nachweisungen geben. In letztererBeziehung gebührt unbedingt den Französischen Werken, und namentlich
Ingenieur und Professor am Oouservatoire National lles U-rts etGetiers, Armengaud sen., durch die fortgesetzte Herausgabe seinerIllwIWrUion industrielle lles wacllines, outiis et apparells les plus ^er-teetionnes et les plus reeents, neben den bekannten Gesellschaftsschriften^rr 8ociete pour IRneouraAement in Paris und der 8oeietv inäustrielleM Mühlhausen das Verdienst, für Verbreitung der besten mechanischenVorrichtungen mit möglichster Beschleunigung Sorge zu tragen, wäh-^nd die Fortschritte Englands in einer weit unvollkommneren Art durch^ verschiedenen Vereinsschriften und Patentjournale zur allgemeinerenKenntniß gelangen, die Nachrichten über Amerika aber sehr spärlich zu-gemessen sind, und die Leistungen Deutschlands sich in einer großenAnzahl einzelner technischer Schriften zerstreut vorfinden. Soll trotz^eser Schwierigkeiten ein vergleichendes Urtheil hier ausgesprochen wer-^n, so läßt es sich dahin abgeben:
Den Englischen Maschinen aus den tüchtigsten Werkstätten,don denen vor allen Whitworth durch eine reiche Auswahl ausgezeich-Neter Maschinen vertreten war, gebührt der Vorzug der Originalität,großer Solidität und zweckmäßiger Massenvertheilung in den Gestellenund arbeitenden Theilen, nebst einer überaus sorgfältigen Bearbeitungmr arbeitenden Oberflächen, namentlich bei den abgerichteten Flächen^Urch nach dem Vorgänge Whitworth's eingeführte Schaben nachUrrschiedenen Richtungen, was den Flächen ein moirirtes Ansehen giebt,^Ue daß die Gestellflächen weiter bearbeitet, als nur mit einem An-strich verPhm werden, der in vielen Fällen noch erkennen läßt, wie^hr der Englische Maschinenbau durch ausgezeichneten Eisenguß un-terstützt wird.
Der Französische Werkzeugmaschinenbau, welcher sich in derersten Periode seiner Ausbildung wesentlich an Englische Muster hielt,